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Sodom & Rage meets Refuge im Konzert (Essen, Januar 2017)

Vom Zechengnom zum Grubenkönig

Welten prallen heute aufeinander und trotzdem fügt sich zusammen, was zusammen gehört, spätestens wenn Sodom alles in Grund und Boden thrashen und das Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen in seinen Grundfesten erschüttert, damit der Putz auch ordentlich von den Wänden rieseln kann. Mehr als 1000 Fans sind bei diesem nahezu schon historischen Ereignis dabei, trotz der schwermetallischen Konkurrenz Powerwolf und Epica in der Oberhausener Turbinenhalle oder auch Fates Warning im ausverkauften Turock in der Essener Innenstadt. Damit der Abend einfach noch ein bisschen runder wird, heizen zuvor

Rage meets Refuge

schon sehr gut ein. Wie eine Show Rage meets Refuge auszusehen hat, konnten viele Fans ja schon auf dem Headbangers Open Air 2016 erleben, wobei heute nicht wenige gleich mal als Fazit positiv beeindruckt sind, dass eben Rage wieder viel roher und mit mehr Spielfreude zu Werke gehen. Da passt es auch ganz gut, dass beim allerersten Metalkonzert in der Halle 5 der Zeche Zollverein der Sound ausgenommen gelungen klingt und auch in den hinteren Reihen für zustimmende Resonanz sorgt.

Der erste Teil der Show geht als Rage-Abschnitt durch, schnell sind die ersten HeadbangerInnen gleich mal warm malträtiert und ohne große Pause wummert das Trio die ersten drei Tracks ins aufnahmewillige Publikum. „Wir haben nicht viel Zeit“, so Peavy vor „End Of All Days“ und kündigt an, dass sie sich aufs Wesentliche beschränken werden. Eine Dreiviertestunde, so viel oder wenig, je nach Sichtweise, steht am Ende als Sammelsurium fest, mehr Zeit haben Rage meets Refuge für ihre Zeitreise nicht bekommen, bei der sie im Gegensatz noch zur Rage-Tour auch den einen oder anderen Klassiker mehr aus der eigenen Frühphase zitieren.

Fast schon erwartungsgemäß wird zum Refuge-Part Klampfer Manni Schmidt mit eigenen Sprechchören abgefeiert, was kein anderer Protagonist diesen Abend für sich verbuchen kann. Vergessen darüber dürfen wir aber nicht Drummer Christos Efthimiadis, der nach einer Verletzung an der Hand zwar noch nicht zu hundert Prozent fit ist, für den heutigen Abend aber genug Druck mit den Sticks übertragen kann. Manni selbst kokettiert derweil zwar kurz damit, dass er die Sprechchöre nicht höre, grient dabei aber übers ganze Gesicht. Mit „Solitary Man“ kramen Refuge nun für viele der Anwesenden eine fette Überraschung aus der metallischen Trickkiste, der Applaus ist prächtig, die Matten fliegen, und als Peavy eine weitere Nummer vom „Trapped!“-Album ankündigt, rufen einige Fans gleich schon vorahnend „Enough Is Enough“, was dann auch prompt so kommt.

Einmal in Fahrt gekommen, feiern die Fans ausgelassen mit Powerfäusten zu „Invisible Horizon“, und damit die Magie noch ein Stückchen weiter einzieht, kündigt Peavy mit einem „jetzt der Song, nach dem die Band benannt ist“ halt „Refuge“ an, welches im Finale mit lautstarken Yeah-Chören unterstützt wird. Ganz oben im Kurs steht aber auch „Don't Fear The Winter“ und das zum Mitsingen prädestinierte „Higher Than The Sky“, welches sie dann nicht nur als Rage und Refuge unter das Fanvolk heizen, sondern nicht wie sonst üblich arg in die Mitsinglänge ziehen – kürzer, knackiger, da kann man ganz gut von spielfreudiger Eigenwerbung reden.

Setlist:

Intro
The Devil Strikes Again
Until I Die
From The Cradle To The Grave
End Of All Days
Solitary Man
Enough Is Enough
Invisible Horizon
Refuge
Don't Fear The Winter
Higher Than The Sky

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