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Sodom, Die Hard, Wortmord im Konzert (Bochum, Februar 2011)

Südamerikanisches Flair in Bochum und Sodom – das geht

Wortmord konnten auf die Unterstützung der Fans bauen

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Mit einem sehr starken Album in der Hinterhand machten sich Sodom auf, um die Thrash-Fans dieses Kontinents zu lehren, wie auch live eine amtliche Show abgeliefert wird. Dabei wurden die Gelsenkirchener Urmetaller von den Schweden Die Hard begleitet. Zusätzlich hatte in jeder Location ein lokaler Support die Möglichkeit, vor einem größeren Publikum zu spielen – und in Bochum bekamen nicht ganz unerwartet Wortmord den Zuschlag.

Wortmord

Nun, dass Wortmord als Opener in der Zeche Bochum fungierten, überraschte jetzt nicht wirklich. Zum einen steht mit Grave Violator ein ehemaliger Sodom-Akteur an der Gitarre, und Bassist Schiri teilt mit Sodom-Tom regelmäßig die Bühne bei der Band Die Knappen. Bei soviel Vitamin B und dazu noch mehr als überzeugenden Leistungen beim Turock Open Air 2011 oder dem CD-Nachweis „Wortgeburt“, durften Wortmord folgerichtig ebenfalls in der Zeche rocken.

Regelmäßige Zechenbesucher wissen um die Notwenigkeit rechtzeitig anzureisen, denn oftmals steht die erste Band schon während des Einlasses auf der Bühne – eher zum Ärgernis von Band und Publikum. Denn an diesem Donnerstagabend waren nicht gerade wenige unterstützende Fans anwesend, die Wortmord die Stange hielten und von Beginn an durch jede Menge Krach auf sich aufmerksam machten.

Und selbstbewusst waren sie, keine Frage, aber es gab ja auch keinen Grund zu kuschen, denn bei dermaßen Unterstützung, die sich da an den Bühnenrand drängte, fiel das auch nicht schwer – man kennt sich halt, trifft man Uli und Co. doch auch regelmäßig bei diversen Konzertangeboten.

Gleich mit dem ersten Brutalriffer „Die Feile im Mund“ hatten Wortmord auch schon die ersten „neutralen“ BesucherInnen überzeugt; die Halle füllte sich zusehends, parallel verwaiste die Raucherabteilung. Mit „Armee der Finsternis“ legten Wortmord gleich ein Schüppchen Eisenerz hinterher, und der anschließende Applaus war mehr als verdient.

Zwar waren die Ansagen von Uli manchmal ein wenig holprig (wie bei „Schöne Zeiten“), aber irgendwie strahlten sie auf ganz eigene Weise einen Ruhrpott-Charme aus – ganz abgesehen davon, dass jede noch so aufkommende Lücke von Toto wie bei einer Weltmeisterschaft zugepost wurde – Weltklasse.

Stilgerecht verließen die Ruhrpott-Mannen die Bühne mit einem Sodom-Cover, einem Track, mit dem sie dem Headliner des Abends schon auf ihrer CD huldigten. Der Applaus war dementsprechend.

Setlist:

Die Feile im Mund
Armee der Finsternis
Harmonie
Wortmord
Schöne Zeiten
Einfach Mal die Fresse halten
Willkommen im Club der lebenden Leichen
Bloody Corpse (Sodom)

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