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Sick Of It All, Broken Teeth, Crowned Kings im Konzert (Leipzig, März 2016)

Grandiose Jubiläums-Abriss-Party

Sick Of It All gehen dieses Jahr in das dreißigste Jahr ihres Bandbestehens und wie kann man es besser krachen lassen, als mit einer ausgiebigen Tour quer durch Europa. Auch im Leipziger Conne Island legt das Hardcorebollwerk an und hier gibt es gleich doppelten Grund zum Feiern, denn der Club begeht just an diesem Tage sein 25-jähriges Bestehen. Beste Voraussetzungen also für einen langen und wohl auch sehr harten Abend.

Crowned Kings

Sick Of It All haben allerdings nicht nur eigene Titel im Gepäck, sondern auch zwei Vorbands mit an Bord. Mit Crowned Kings macht sich pünktlich das erste Hardcore-Geschwader ans Werk, wobei es nicht alle freuen dürfte, dass die Australier hier heute auflaufen, zumindest die Aschaffenburger HC-Gemeinde wird dies mit einem weinenden Auge registrieren, denn eigentlich sollte der Vierer zu diesem Zeitpunkt dort antreten, was allerdings kurzfristig dem Support geopfert wurde. In Leipzig hält sich die Freude anfangs ebenfalls in Grenzen; auch wenn der Club schon seit langem ausverkauft ist, sind noch recht wenig Zuschauer anwesend und die halten auch noch einen gepflegten Sicherheitsabstand zur Bühne.

Von dieser gibt es anständigen „Mitten-auf-die Fresse“-Hardcore, der bullig daherkommt, aber über weite Teile eben doch im Klangmatsch versinkt, was der Stimmung nicht wirklich zuträglich ist. Wer hier Texte verstehen will, ist ebenfalls fehl am Platz, sicher bei dem Genre eh oft ein Problem, aber durch die Soundprobleme potenziert sich das Ganze obendrein noch. Mangelndes Engagement kann man der Formation allerdings mitnichten vorwerfen, der Vierer beackert anständig die Bühne und das treibende Geballer kann zumindest bei einigen Zuschauern ein gefälliges Dauernicken verursachen.

Mit „Self Destruct“ knüppeln die Australier weiter wild drauf los und Frontschreier Makka wird nimmer müde, das Publikum doch noch auf seine Seite zu ziehen. Aufforderungen den Lärm mitzugehen und etwas nach vorn zu kommen, verhallen aber zumeist doch im Leeren und die Lücke zur Bühne will sich nicht wirklich schließen. Auch das bissige „Forked Road“ kann an diesem Zustand nicht viel ändern, selbst wenn es äußerst schmissig ins Gebälk prescht.

Abgeschlossen wird schließlich mit „Enemy“, womit Crowned Kings einen weiteren HC-Batzen in den Saal hauen. Immerhin kann man nun doch die Nackenmuskeln der Zuschauer etwas stärker strapazieren und der nachfolgende Applaus lässt jetzt ebenfalls auf Begeisterung schließen. Auch wenn dies etwas spät und vielleicht auch noch etwas zurückhaltend erfolgt, werden die Herren wohl nicht gleich wieder in Vergessenheit geraten.

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