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Serum 114, Engst & Biest im Konzert (Dresden, Oktober 2017)

Dreierpack heizt ordentlich ein

Serum 114 sind auf dem zweiten Teil der „Der Tag mein Feind“-Tour und nun wird der verschobene Termin vom vorigen Jahr nachgeholt, was bedeutet, man findet sich endlich mal wieder im Dresdner Klub Puschkin ein. Diesmal zum arbeitnehmerunfreundlichen Donnerstag, aber wer sich jetzt über mangelndes Publikumsinteresse Sorgen macht, wird dieses Gedankens schnell entledigt. Die Räumlichkeit zeigt sich erfreulicherweise gut gefüllt, selbst wenn das Novum einer Absperrung etwas störend wirkt und den Charme des Klubs etwas reduziert. Aber immerhin ist so die erste Reihe vor der Bühne schon weit vor Konzertbeginn besetzt, was sicher den ersten Support des Abends erfreuen dürfte.

Biest

Mit Biest steht die erste Band bereit und wenn man nun schon die Leute genau vor der Nase hat, kann man gleich noch einen Schritt nach vorn gehen. Zumindest scheint dies die Überlegung von Frontfrau Jen zu sein, es wird direkt beim Opener „Stirb oder Friss“ der halbe Meter zum Publikum überwunden, ein Schluck Bier abgefasst und zum Dank dem Betreffenden ordentlich durch die Haare gewuselt. Und eine bessere Entscheidung hätte das Energiebündel wohl auch nicht treffen können, sofort ist das Eis gebrochen und die ersten Köpfe fliegen im Rhythmus mit.

Im Anschluss entschuldigt sich Jen für den Mundraub, aber sie hätte doch gerade solch einen Bock auf Bier gehabt. Bock haben ist dann auch das direkte Stichwort für die Anwesenden, die haben nämlich selbiges auf den selbstbenannten Hafenrock. Wobei das Ganze herzlich wenig mit Seemannsliedern zu tun hat, einzig das Raue mag an Hafenklänge erinnern, so auch das nachfolgende und ungemein kraftvolle „Kamikaze“. Jen zeigt sich während der Show nicht nur stimmgewaltig, sondern immer wieder als energievoller Mittelpunkt des Geschehens, was zum Teil sicher auch an der mittelmäßigen Ausleuchtung liegt, bei der ihre Bandkollegen des Öfteren im Dunkeln verschwinden. Auf jeden Fall verwundert es nicht sonderlich, dass in der ersten Reihe deutlich mehr Männer zu sehen sind und diese scheinen bereits das Video zu „Seelenräuber“ gesehen zu haben, zumindest wird von Beginn an mitgeklatscht und tatsächlich gar die ersten Begleitchöre angestimmt.

Damit geht es aber schon straff gen End zu, mit „Anders“ schließen die Hamburger ihren Gig ab. Nochmals heißt es volle Kraft voraus und dafür gibt es einen sehr anständigen Applaus zur Belohnung. Starker Auftritt von Biest, die tatsächlich bei ihrem ersten Auftritt in Dresden absolut überzeugen und vor allem das Publikum komplett abholen, was bei Premieren in der Landeshauptstadt nicht immer üblich ist.

Setlist (unvollständig):

Stirb oder Friss
Kamikaze
Blei
Seelenräuber
Nervengift
Anders

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