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Sepultura, Accuser im Konzert (Düsseldorf, Juli 2012)

Teutonen-Thrash meets brasilianisches Flair

Trommeln im Nebel

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Sepultura

Die brasilianische Truppe Sepultura kann sich noch immer auf die Fanbase verlassen, da können noch so viele Nörgler über Credibility und ähnlichen Quatsch philosophieren – Derrick Green gehört einfach dazu und hat sich in der Vergangenheit schon mehr als einmal bewährt.

Fast 90 Minuten bringen Sepultura auf die Bühne, eine einzige Gute-Laune-Thrash-mir-den-Arsch-voll-Mixtur; harte Gitarren, die auf Copa Cabana-leichtrhythmische Tanzbarkeit treffen, prall brutale Drums wechseln zu leicht beschwingten Hüpforgien – Sepultura sind live noch immer eine Macht mit dem großen Vorteil, einige der besten Songs ever im Repertoire zu haben – das müssen sogar Nicht(mehr)fans zugeben.

Gänsehaut zum Intro, der Klassiker „Beneath The Remains“ zu Beginn – eine Sepultura-Show kann schon fast gar nicht besser anfangen, eine Zeitreise quer die Schaffensphase des Band, und das äußerst gemischte Publikum von jung bis alt reagiert genau so, wie es sein sollte: Mit Moshpits, Sprechchören, Pommesgabeln und Powerfäusten. Auch wenn die Luft nun noch ein wenig mehr stickiger ist, auch wenn die Leute hinter der Theke selbst schon ins Schwitzen kommen, um genügend Bier vorzuzapfen, damit der Wasserhaushalt der tobenden Fans ausgeglichen werden kann – alle sind sie nun auf Zack, da steht keiner mehr im Biergarten lustlos herum. Heiß ist es, alles knubbelt sich direkt vor der Bühne, da kann man schon froh sein, dass es nicht ausverkauft ist – man mag sich gar nicht vorstellen, wenn noch mehr Menschen den knapper werdenden Sauerstoff verbrauchen würden.

„Ein Song über die Geschichte Sepulturas“, lässt Derrick wissen, bevor Gitarrist Andreas Kisser mit schneidenden Riffattacken „Relentless“ einleitet. Wie schon bei den zahlreichen anderen Shows steht Derrick auch in Düsseldorf immer wieder an den Drums und prügelt rhythmisch mit dem Talent Eloy Casagrande um die Wette, während immer wieder heftige Moshpits aufflammen. Nur beim Crowdsurfing halten sich die Fans zurück, erst kurz vor Schluss lassen sich doch zwei in den Fotograben tragen – da haben die beiden Securitys sicherlich Spaß, diese komplett durchgeschwitzten Körper aufzufangen.

Luftgitarrenduelle bei „Arise“, Deutschinterpretationen Marke Derrick, immer wieder „Sepultura“-Sprechchöre – was auch immer so ein Fanrepertoire hergibt, in Düsseldorf wird es ausgelebt und selbst das kurze Schlagzeugsolo als Einleitung für „Subtraction“ wird lauthals bejubelt. Da die Fans wohl kaum mit dem Brasilien-Hitze-Gen ausgestattet sind, verwundert es dann in der Zugabe, woher sie noch die ganze Energie nehmen und die beiden Rausschmeißer zur absoluten Krönung eines richtig fett thrashenden Abends machen – erschöpft leert sich der Saal und wirklich alle haben dieses ermattetete Grinsen im Gesicht, einen richtig guten Abend erlebt zu haben. Nächster Sepultura-Stopp für The-Pit.de: Dong Open Air 2012.

Setlist:

Intro
Beneath The Remains
Refuse/ Resist
Kairos
Relentless
Dead Embryonic Cells
Convicted In Life
Dialog
Attitude
What I Do
Choke
Mask
Septic Schizo/ Escape To The Void
Sepulnation
Drumsolo
Subtraction
Just One Fix (Ministry-Cover)
Territory
Inner Self
Arise
----------------------
Rattamahata
Roots Bloody Roots

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