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Seasons In Black and Friends (Cham, November 2013)

Schwanen(ab)gesänge in Cham?

Die Chamer Seasons In Black bringen nach langer Zeit ihr zweites Full-Lenght-Album heraus und was gäbe es für einen schöneren Ort diese Scheibe aus der Taufe zu heben als das L.A. in Cham. Viele wirklich namhafte Bands haben sich dort schon die Klinke in die Hand gegeben und nun haben Seasons In Black zum großen Tanz geladen. Mit im Gepäck haben sie sechs Bands, die mit der Gruppe eine gemeinsame Vergangenheit haben, einige lustige oder interessante Erinnerungen hervorrufen oder einfach nur richtig Gas geben können. Aufgrund der hohen Anzahl an musikalischen Darbietungen fällt der Startschuss schon recht früh aus. Bereits um 16.30 Uhr muss die erste Formation ran.

Uprising Of A Fallen

Bereits zum Auftakt geht es schon mit Uprising Of A Fallen und einer deftigen Portion Metalcore zur Sache. Viele Leute sind zwar noch nicht in der Halle und diejenigen, die da sind, rotten sich vorzugsweise hinten am Merchstand zusammen. Ein Fluch, mit dem anscheinend fast jede Openerband belegt ist. Mit „Groundshake“ wird das Gelage nun offiziell eröffnet und eigentlich ist jetzt schon klar, dass Freunde dieses Genres sich ordentlich die Schädeldecke unter der Matte wegbangen könnten. Doch mehr als zustimmendes leichtes Mit-dem-Kopf-wippen ist noch nicht drin.

Zwei bekannte Gesichter sind zwischen den Reihen der Musiker auszumachen. Julian Höcherl von Virus 41 verdrischt wie gewohnt ohne große Mühen sein Drumset und auch Bassist Lukas Semmelbauer dürfte von den Thrashern Wanted Inc. her bekannt sein.

Rampensau Christian ist diese große Schlucht zwischen Gäste und Bühne nicht entgangen und fragt einfach ganz unverblümt, ob wohl alle nur wegen Seasons In Black da sind. Nun ja einige schon, wie es scheint.  Auch recht, aber die Gastgeber kommen erst viel später zum Zuge, jetzt geht es erstmal weiter mit Geschepper von Uprising Of A Fallen und die reißen sich regelrecht ein Bein aus, um doch noch den einen oder anderen Besucher vor die Bühne zu locken. Und es funktioniert auch.

Nach und nach tauen einige der Anwesenden auf und rutschen langsam nach vorne um ihrem Bewegungsdrang, in welcher Form auch immer, freien Lauf zu lassen. Bewegung gibt es dabei nicht nur vor, sondern auch auf den Brettern. Immer wieder gibt Christian seine Kampfsporteinlagen zum Besten und es grenzt fast an ein Wunder, dass seine Mitstreiter nicht wegen einer mittelschweren Gehirnerschütterung ins nächst gelegene Krankenhaus chauffiert werden müssen.

Zusammengefasst ein wirklich gelungener Heimauftritt, der mehr Zuschauer vertragen hätte. Das Grundlegende ist da - treibender Rhythmus, ambitionierte Musiker, ein Shouter, der sein Handwerk versteht, und die Interaktion zwischen Publikum und Band ist auch vorhanden, nur am Clean-Gesang könnte man zugegeben noch etwas üben.

Setlist:

Groundshake
Drawn From The War
Sick Mind
On Horseback Through Africa
How It Ends
Slipping Away To The Abyss Of Time

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