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Scorpions & Beyond The Black im Konzert (Köln, November 2016)

Die Skorpione bieten all das, was das Fanherz begehrt

Die Scorpions bedienen den Geschmack ihrer Fans

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Scorpions

Eins zu Beginn vorweg: Wenn man sich mit den Gedanken anfreunden kann, dass die Band schon lange eine familientaugliche Gruppe ist und gepflegten Hardrock spielt, hat man Spaß, das Konzert zu genießen.

Von Anbeginn strahlen die Fünf Professionalität aus, denn sie zeigen Spiellaune, sind musikalisch und optisch aufeinander abgestimmt, sowie überall auf der Bühne in Bewegung zu finden. Die Bühne ist genauso aufgebaut wie auf ihrer letzten elektrischen Tour vor sechs Jahren in der Lanxess Arena: Auf den beiden Seiten, in der Mitte und unter dem Schlagzeugpodest befinden sich riesige Leinwände, die in jedem Song unterschiedliche Effekte erzeugen. Das macht einen bunten und launigen Eindruck bis in die hinteren Reihen der Arena.

Die Gesamtwirkung ist sehr stimmig. Matthias Jabs schaut nach bekannten Gesichtern im Publikum und grüßt einige langjährige Begleiter fröhlich. Klaus Meine verteilt bereits nach dem zweiten Song Schlagzeugstöcke als Geschenk ins Publikum und die beiden Gitarristen geizen auch nicht mit ihren Plektren. Da dieses Konzert den Tourstart in Deutschland markiert und zu den wenigen Terminen gehört, sind nicht wenige Leute aus den benachbarten Ländern und sogar aus Russland, sowie aus Südamerika angereist, um an diesem seltenen Ereignis teilzunehmen, wie man durch diverse Unterhaltungen im Publikum mitbekommt.

Die Setlist ist wie bei so einer Band mit jahrzehntelanger Vergangenheit abwechslungsreich gestaltet und einige werden bestimmt sagen, dass sie unspektakulär ist, aber sie sieht auf alle Fälle anders aus als im Jahre 2011 bei ihrem letzten hiesigen derartigen Auftritt. Man findet die gewohnten scorpionstypischen Elemente wieder, die man von Livefotos und -aufnahmen allzu gut kennt, aber auch ein Medley aus den 70er Jahren findet seinen Platz. „Wer kann sich noch an die alten Kölner Sporthallen-Zeiten erinnern?“, fragt Meine in die Menge. Einige treue Fans scheinen anwesend zu sein. Die Kehlkopfentzündung des Sängers ist auskuriert, wegen der das für Ostern geplante Konzert abgesagt worden war. Er ist an dem Abend gut bei Stimme und Laune.

Irgendwo war es im Laufe des Abends zu erwarten, dass auch durch die Band des Abends ein Motörhead-Klassiker, in diesem Falle „Overkill“, zum Besten gegeben wird. Die Lautstärke wird hier deutlich angehoben und das Bühnenbild oldschoolmäßig schlicht gehalten. Dieses Stück wirkt aber sehr poliert in der Darbietung, denn die Ecken und Kanten fehlen. Lemmy wird auf schwarz-weißen Konzertportraits auf die Teleschirme projiziert. Am Ende des Songs erscheint ein Studiofoto in Uniform und in der Mitte der Bühne zeigt er sekundenlang auf die Anwesenden.

Dann wird in das Schlagzeugsolo von Mikkey Dee überleitet. Das Podest wird hochgefahren und darum herum beleuchten Reflektoren die Arena. An dieser Stelle kann Mikkey zeigen, was in ihm steckt und unter Beweis stellen, dass er immer noch mehr kann als „nur“ einfachere Stücke songdienlich mit seinem Spiel zu unterstützen. Bevor es zu lang werden sollte, beginnt auch schon der nächste Song. Es werden Lieder aus jeder Bandphase gespielt, so dass man wirklich von einem gelungenen Best-Of-Programm sprechen kann.

Die Spiellaune der Herrschaften scheint auf der ersten Station der deutschlandweiten Auftritte groß zu sein, denn sie lächeln fortwährend und suchen beim Spielen den Kontakt zu ihrem Publikum. Die Lichtshow ist aufwendig gestaltet und entfaltet sich glamourös während der Show. Etwas erstaunlich ist, dass Songs neueren Datums wie „Rock ´n´ Roll Band“ oder „Going With A Bang“ fast genauso gut ankommen wie alte Klassiker à la „Big City Nights“. Die Arena singt mal fröhlich bei „Blackout“ oder etwas nachdenklich wie bei „Winds Of Change“ mit. Den Abschluss bilden die größten Klassiker und die Skorpione lassen ihr Publikum somit auf die Heimreise.

Setlist:

1. Intro
2. Going Out With A Bang
3. Make It Real
4. The Zoo
5. Coast To Coast
6. Top Of The Bill /Steamrock Fever /Speedys Coming / Catch Your Train (70`s Medley)
7. We Built This House
8. Delicate Dance
9. Always Somewhere / Eye Of The Storm / Send Me An Angel (Acoustic Medley)
10. Wind Of Change
11. Rock `n` Roll Band
12. Dynamite
13. Overkill (Motörhead Cover)
14. Drum Solo
15. Blackout
16. No One Like You
17. Big City Nights
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18. Still Loving You
19. Holiday (Short Version, A Capella)
20. Rock You Like A Hurricane

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