Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Schlosshof Festival 2011

Es gibt sie, die gut organisierten, stressfreien Festivals. Man muss die Perlen nur finden.

Vermaledeyt spielen mit dem Teufel

Zum Thema

Ein halbes Jahrzehnt, so lange gibt es das Schlosshof Festival nun schon. Es findet, wie der Name unschwer vermuten lässt, im Innenhof des Schlosses in Höchstadt an der Aisch statt. Die Bühne steht dabei recht gut windgeschützt in einem U-förmigen Gebäudering, der den Schall schön vor Verwehungen schützt. Der meist gepflasterte Innenhof mit einigen Grünflächen ist sauber und trocken, so dass man sich ohne Probleme auf den Boden setzen kann, was zu den Umbaupausen auch viele machen. Zum leiblichen Wohle wurden Stände mit mittelalterlichen Speisen zu erträglichen Preisen errichtet. Für die etwas rustikaleren gibt es auch einen Grill. Unvermutet richtig viel Anklang findet ein fast unscheinbarer, vergleichsweise kleiner Stand, an dem Kaffee und Kuchen feil geboten werden. Doch nicht nur Naschereien gibt es auf dem Markt, der sich auf dem Vorplatz vor dem Schloss befindet. Neben einer Kunstschmiede, einigen Schmuckmärkten, Fantasyartikeln und einem Stand mit mittelalterlicher Musik auf CD gibt es auch ein Scriptorium, das gefälschte Briefe aller Art fertigt. Eine weitere kleine Bühne befindet sich auch noch auf dem Vorplatz. Auf dieser spielen Vermaledeyt zu den Umbaupausen akustisch auf. Zu später Nacht findet dort auch eine beeindruckende Feuershow statt. Zu Beginn der Veranstaltung ist das ganze Spektakel des Abends noch nicht abzusehen. Als Moderator für den Tag konnte Bastille von Coppelius gewonnen werden. Als dieser die einleitenden Worte zur Festivaleröffnung sprichtm ist der Schlosshof zu ca. zwei Dritteln gefüllt, das Wetter zeigt sich gnädig, indem es nicht regnet, aber leicht bewölkt ist, und die Stimmung kann am besten als freudig erwartend bezeichnet werden.

Vermaledeyt

Den Einstieg in das fünfte Schlosshof Festival liefern die Spielleute von Vermaledeyt. Die Mittelalterband aus Memmingen hat sich in recht kurzer Zeit einen sehr guten Ruf erspielt. Mit ihrer charismatisch dargebotenen Liedersammlung bringen sie schnell Schwung in die Reihen. Frontmann Johann Lästerzunge macht seinem Namen alle Ehre und spöttelt sogar über den Tod selbst. Das Konzert des Septetts erweist sich schon zu Beginn als durchaus sehenswert, auch wenn viele der dargebotenen Melodien sicherlich keine unbekannten sind und auch von anderen Gruppen schon verwendet wurden. Trotz oder genau wegen dieser Tatsache lassen sich die Festivalgänger zu wildem Tanzen und lauten Rufen hinreißen. Wenn man jetzt noch die Uhrzeit (es ist zwischen 14 und 15 Uhr) berücksichtigt, dann ist diese Leistung schon beachtenswert. Mit dem Euphorium, das im Prinzip nichts anderes als eine Ratsche ist, sollen die Leute noch mehr begeistert werden. Das ist aber nur noch bedingt möglich. Für die Tageszeit sind die Zuschauer wirklich in Höchstform. Auf die Frage „Habt Ihr Lust zu saufen?“ kommen dann auch recht eindeutige Antworten. Die Band reagiert mit der französischen Version von „7 Tage lang“.  Natürlich erhalten sie dafür jede Menge Applaus. Als letzten Song graben die Barden dann noch „Feuer und Flamme“ aus. Der Titel trifft sehr heftig den Nerv der Fans und unter großem Applaus räumen die Spielmänner die Bühne.

Seite
comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“