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Schizophrenic Voices im Konzert (Deilinghofen 2008)

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Unter dem Motto „The Return Of Free Metal” luden die 5 schizophrenen Musiker der Schizophrenic Voices am 03.05.2008 in die Kneipe Stenner in Deilinghofen. Diese ist quasi auch der Ursprung der Band, denn genau hier hat die Band ihr erstes Konzert gegeben. Aus diesem Anlass und aufgrund der Bestzungswechsel, welche mit einer Konzertpause einhergingen, lud man die Fans zu diesem kostenlosen Event ein.

 

Mit etwas Verspätung ging es dann los, aufgrund des tollen Wetters waren noch viele draußen vor der Tür und genossen die Sonnenstrahlen. Als dann das Intro begann, setzte ein kleiner Sturm richtung Bühne ein. So hab auch ich leider den Anfang etwas verpasst, aber das, was zu mir zeinen Ohren vordrang, war gewohnt lustig und spannend. Was anderes als das Benjamin Blümchen Intro von der Zeit vor den Bestzungswechseln. Zusammen mit der Schauspielerin Isabell Storkmann hat man ein gelungenes Intro erschaffen, welches aus den Boxen schallte und für Belustigung sorgte.

 

Ohne große weitere Verzögerung erklangen dann auch die ersten Töne von dem Song „Schizophrenic Voices“. Was direkt auffiel, war der kraftvolle klare Sound, den der Tonmeister hinzauberte. Aber auch das einfach gehaltene Licht war irgednwie bizarr und cool zugleich. Den Mikroständer zierten zwei Leuchtstoffröhren, von denen ein künstliches Licht ausging, wie es in manchen Horrorfilmen in stillgelegten Krankenhäusern vorherscht, bevor das Massaker losging. Aber das passt ja eigentlich nicht so richtig zur Band, bei welcher der Spaß schon im Vordergrund steht. Der Opener geriet dann gleich, auch wegen der fiesen, fast schon geisteskrank wirkenden Lache von Drummer Roger zu einem verfrühten Highlight.

 

Wow, so druckvoll und trotzdem präzise hab ich die Band noch nie erleben dürfen. Nemo, und das ist eher keine Anspielung an den gesuchten Fisch, sondern eher an den allseits bekannten Kaptain Nemo, hält die Zügel für seine Mitmusiker fest in der Hand und dirigiert das Publikum und die Band auf einzigartige Weise. Ob nun „Dragonbone Chair“ oder auch das neue „The Pressure“, die etwas über fünfzig Anwesenden gerieten immer mehr aus dem Häuschen. Der neue Keyboardartist Tighthooven trat nur ab und zu in Erscheinung und leistete seinen Anteil an den Songs.

 

Auch der neue Bassist E-Man fügte sich zwar noch etwas schüchtern, aber dennoch gut ins neue Line-Up ein. Er bildete mit Metal Gandalf ein perfektes Team. Egal ob „Just Imagine 666“ oder das altbekannte „Scums World“, sowohl die alten als auch die neuen Songs passen in den aktuellen Arrangements perfekt zusammen. Und das Publikum tobte. Erste Moshpits (Wohlgemerkt bei dieser doch mit progressiven Einflüssen gesegneten Band!) bildeten sich immer wieder und wurden auch bis zum Ende des Gigs immer wieder ins Leben gerufen.

 

Kein Wunder, dass nach“Torn“, „Unchanged Feelings“, „Leading Light“ und dem tollen „Heroes Report“ noch lange nicht Schluss sein konnte und durfte. Auch wenn „Fire“ als letzter Song präsentiert wurde, so ließen die knapp 60 Leute die Band nicht von der Bühne und die Jungs mussten unverzüglich noch „Set Me free“ zocken. Yeeha, mann, was hat sich die Band in den letzten Monaten weiterentwickelt! Unglaublich, aber dennoch war. Eigentlich sollte dann mit „Twilight“ auch das definitive Ende erreicht sein.

 

Aber bei den Danksagungen der Band an das verschwitze Publikum spielte der Tontechniker ein wenig mit der Mikrophonstimme, indem er zu starken Helium Konsum mit seinen Folgen aufzeigte und auch mal die tiefsten Töne aus seinem Mischpult generierte. Da hier aber sowieso die Kuh schon am fliegen war, ließ man es sich nicht nehmen, ein paar Überstunden zu machen und in dieser Weise nochmal einen Song zu zocken, was den Spaßfaktor nochmals erhöhte. „The Pressure“ wurde damit dann auch so ziemlich verunstaltet.

 

Ein mehr als gelungener Abend mit guter Musik, bester Stimmung und jeder Menge Spaß ging dann leider nach grob 90 Minuten viele Stunden zu früh zu Ende. Die Band, allen voran Nemo waren stolz wie Oskar, denn ein derartiges Publikum hatten sie wohl auch noch nicht erleben dürfen. Ein derartiges immer wieder Aufleben eines Moshpits gibt es sonst nur bei den härtesten Bands, aber hier schienen doch einige schizophren genug gewesen zu sein, um richtig abzugehen. Wie schreibt die Band doch auf ihrer Homepage :“ Ihr Könnt versuchen, uns zu verstecken – uns zu verleugnen, aber niemals könnt ihr euch selbst vor uns verbergen, denn die Schizophrenic Voices sind nun auf Ewig ein Teil von euch.“ Ja, das stimmt, diesen Gig werde ich nicht so schnell vergessen, und ich bin schon sehr gespannt auf das in Kürze erscheinende, erste komplette Album „Tesno“ welches die musikalische Weiterentwicklung aufzeigen wird. Nur eines schon vorab, freut euch, denn ihr werdet dem Wahnsinn etwas näher kommen.

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