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Schandmaul & Vroudenspil im Konzert (Dresden, November 2019)

Amüsante und unterhaltsame Konzertnacht

Im Mai veröffentlichten Schandmaul ihr neues Werk „Artus“, mit dem sie einmal mehr zeigten, dass sie zu den besten Geschichtenerzählern innerhalb der Folk-Rock-Szene gehören. Zudem lieferten sie hier nicht nur spannende Songs, sondern blieben trotz erhöhten Rock-Faktors ihren Wurzeln treu. Insofern ist es alles andere als verwunderlich, dass der Andrang auf den Alten Schlachthof in Dresden recht hoch ist.

Vroudenspil

Doch bevor das Septett neues Liedgut vorstellen kann, sind Vroudenspil am Zug. Auch die ebenfalls aus München stammende Formation schickte in diesem Jahr ein neues Album gen geneigten Folk-Liebhaber, auf welchem der 2017 neu eingestiegene Sänger Don Santo seinen Studio-Einstand gab. „Panoptikum“ wurde das neue Werk getauft und von diesem stammt auch der Opener „Kaleidoskop“, welches den Zuschauern durchaus schon bekannt ist. Tatsächlich fliegen schon hier die ersten Hände in die Höhe und der Freibeuter-Folk, so die bandeigene Umschreibung, wird gut abgefeiert.

Bemerkenswert an der achtköpfigen Formation ist vor allem das recht üppige und nicht alltägliche Instrumentarium, welches von Akkordeon über Querflöte bis hin zum Saxophon reicht. Und genau dies macht einen Titel wie „Plankentango“ noch um einiges interessanter, wobei dieses mit Polka-Rhythmen bestückte Lied sicher eh schon zu den Highlights der Band zählt. Von ihm geht es hinüber zu „Wanderer in Schwarz“, bei welchem sich Don Santos aus dramaturgischen Gründen noch schnell einen schwarzen Mantel überwirft. Und da man nur zu gerne schweißtreibende Konzerte absolviert, bleibt ihm das Kleidungsstück auch weiterhin hold.

Mit „Püppchen“ und „12 Pfund“ kommen nicht nur zwei ältere Songs zu Gehör, sondern eben Titel, die über einen höheren Bekanntheitsgrad verfügen und komplett mitgeklatscht werden. Wobei man Vroudenspil durchaus erhöhte Entertainer-Qualitäten unterschreiben darf; selbst wenn mal nicht gleich mitgemacht wird, heizen sie die Anwesenden beständig an und verschaffen so eine ansprechende Stimmung. Steigern kann man diese gar noch zu „Spuren im Sand“, bei welchem die Münchner Gymnastik inklusive intensiver Sprungeinheiten verordnen.

Das abschließende „Rausch der Sinne“ lässt gar Anklänge von Swing erklingen, ein Schlagzeugsolo gibt es obendrauf und damit verabschieden sich Vroudenspil schnippend und unter reichlich Applaus von der Bühne.

Setlist:

Kaleidoskop
Tanzbär
Selbsträcher
Plankentango
Wanderer in Schwarz
Püppchen
12 Pfund
Spuren im Sand
Rausch der Sinne

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