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Satyricon, Vredehammer, Oslo Faenskap im Konzert (Hamburg, April 2015)

Rein norwegischer Abend in Hamburg

Bringen die Zuschauer schon mal auf Betriebstemperatur: Oslo Faenskap

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Satyricon haben von Kritikerseite aus in den letzten Jahren viel Gegenwind erfahren müssen; „Kapitalisten-Black-Metal“, „Pseudo-Black-Pop-Metal“ und ähnliches waren ja noch die freundlicheren Attribute, mit denen man die Musik der Norweger auf ihren letzten Alben betitelte, ansonsten war auch von „geistlos“ und „leidenschaftslos“ die Rede. Zugegeben, auch auf The-Pit.de kam zumindest die letzte, selbstbetitelte Platte nicht gut weg, deren Release im Übrigen ja auch schon wieder anderthalb Jahre zurückliegt, andere sahen aber schon bei „Now, Diabolical“ (2006) und „The Age Of Nero“ (2008) Hopfen und Malz für die Band verloren. Nun jedoch steht die DVD „Live At The Opera“ in den Startlöchern und zwecks dieser Promotion haben sich Satyr und Frost erneut auf Tournee begeben; die Hoffnung war natürlich, ein möglichst breitgefächertes Programm, das alle Facetten der Karriere abdeckt, vorgesetzt zu bekommen, gerade weil diese Band sich im Laufe der Zeit so stark gewandelt hat.

Oslo Faenskap

Allerdings hat die Truppe noch zwei ebenfalls aus Norwegen stammende Vorbands im Schlepptau, von denen die erste komischerweise aber nirgendwo angekündigt wurde: Weder auf den Eintrittskarten, noch auf der Homepage der Markthalle oder von Satyricon steht etwas von Oslo Faenskap, lediglich Vredehammer werden als Support aufgeführt. Die Band ist auch bereits weit vor acht Uhr, dem eigentlich kolportierten Beginn am Start, sodass sich der Publikumsandrang zunächst noch relativ übersichtlich gestaltet. Man muss jedoch dazu sagen, dass die Formation stilistisch mal gar nicht zum Headliner passen will; die Jungs hauen mächtig auf die Kacke und machen keine Gefangenen, sind, wie der eine oder andere Breakdown beweist, jedoch eher im Hardcore-/Metalcore-Bereich zu Hause. So etwas kommt zumindest bei Traditionalisten für gewöhnlich nicht gerade gut an, auf der anderen Seite werden die harten Parts immer wieder durch gefällige melodische Einsprengsel aufgelockert.

Das Quintett ist immerhin schon seit 2009 im Geschäft und hat 2013 eine CD herausgebracht, die den ungewöhnlichen Titel „Give Credit Where Credit Is Due“ trägt. Die in ziemlich deftiger Lautstärke dargebotene Mucke mag nicht jedermanns Sache sein, immerhin aber birgt sie verschiedenste Einflüsse und kann somit aus dem Metalcore-Einheitsbrei hervorstechen. Nach und nach werden es auch immer mehr Leute, die dies honorieren, weswegen sich der Fünfer nicht zu Unrecht respektablen Applaus abholt. Die energiegeladene Performance insbesondere von Frontmann Lars Daniel Vestli, der alle vokalen Facetten (Brüllen, Schreien, Singen) gut auf der Pfanne hat, reißt schließlich doch mehr Leute als erwartet mit, sodass man sich schon mal auf Betriebstemperatur bringen kann.

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