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Satan, Secutor und Elvenpath im Konzert (Andernach, Dezember 2015)

Das Revival der New Wave Of British Heavy Metal rollt unaufhaltsam weiter

Satan

Nach einer kurzen Umbaupause ist es soweit. Die ersten Töne der absoluten New Wave Of British Heavy Metal-Legende Satan erklingen zum ersten Mal seit 1987 auf einer deutschen Bühne (hast du das Headbangers Open Air 2015 vergessen? Oder das Keep It True XIV? Anm. der Red.). Damals präsentierte man den Fans das zweite Album „Suspended Sentence“.

Danach folgten in den Achtzigern einige Besetzungswechsel. Vor allem der Gesangsposten erwies sich als Schleudersitz, sodass sich die Band zum Ende des Jahrzehnts nach Veröffentlichungen unter anderen Namen, auflöste, in den Neunzigern aber noch einmal für kurze Zeit zurückkehrte.

Doch 2013 stand die Rückkehr mit „Life Sentence“ an, auf dem ausschließlich schon in den Achtzigern bei Satan aktive Musiker mitwirkten.  Endlich wieder ein Lebenszeichen, dass es in sich hatte. 2015 wiederum wurde „Atom By Atom“ vom selben Lineup veröffentlicht und wird nun auch endlich in Deutschland vorgestellt.

Doch zunächst spielen die Veteranen den Opener ihres Debüts. Sofort sind sowohl die headbangenden Fans als auch die äußerst spielfreudige Band Feuer und Flamme und es gibt schon jetzt kein Halten mehr. Der Saal mag zwar nur mit etwa 200 Personen gefüllt sein. Doch das fällt aufgrund der superben Stimmung nicht ins Gewicht, auch weil sich die Fans vor die Bühne drängeln und die vorderen Reihen dicht besiedelt sind. Das nimmt die tight groovende und sich ins Delirium riffende Rythmusfraktion, bestehend aus den Gitarristen Steve Ramsey und Russ Tippins sowie Graeme English am Bass, teils breit grinsend zur Kenntnis. Gemeinsam mit Drummer Sean Taylor und dem auch bei Blitzkrieg brillierenden Sänger Brian Ross versetzen sie sich und das Publikum in einen Rausch.

Dafür sorgen schon die beeindruckenden Gitarrenriffs- und Soloi, die 0,0 Prozent Langeweile aufkommen lassen. Selbst der Bass kommt nicht nur als dumpfes Dröhnen zur Geltung, sondern steht nahezu gleichberechtigt neben den anderen Saiteninstrumenten. Die Gesangsleistung sorgt ebenfalls für Gänsehaut. Allein die Screams von Brian sorgen für Erstaunen. Immerhin ist Brian Ross auch nicht mehr der Jüngste. Doch von der Energie der britischen Legende können sich einige junge Acts noch etwas abschneiden.

Die Songauswahl lässt ebenfalls kaum zu wünschen übrig, auch wenn natürlich dem einen oder anderen der ein oder andere Song fehlt, vor allem, da das zweite Album der Bandgeschichte komplett ignoriert wird. Doch diverse Klassiker kommen genauso zu Live-Ehren wie auch vier Tracks der tollen aktuellen Scheibe. Den Abschluss aber markiert mit „Kiss Of Death“ ein Song aus frühen Demo-Tagen.

Nach dem Verklingen der letzten Töne auf der Bühne wird klar, dass das eben Dargebotene zum Besten gehört, was Old School Heavy Metal zu bieten hat. Eine bärenstarke, wenn auch zehn Minuten zu früh beendete Show zum Niederknien und „Satan“ brüllen mit absolutem Kultfaktor. Brillant! Hoffentlich müssen wir dieses Mal nicht 28 Jahre bis zum nächsten Auftritt warten.

Setlist:

Trial By Fire
Blades Of Steel
The Devil´s Infantry
Twenty Twenty Five
Break Free
Oppression
Atom By Atom
Siege Mentality
My Own God
Farewell Evolution
Cenotaph
Testimony
Alone In The Dock
Time To Die
Kiss Of Death

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