Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Saltatio Mortis & Indecent Behavior im Konzert (Leipzig, März 2019)

Abriss im Doppelpack

„Brot und Spiele“ heißt es Leipziger Haus Auensee, denn genau hier machen Saltatio Mortis auf ihrem zweiten Tour-Blog einen Zwischenstopp. Dies sehr zur Freude mehrerer hundert Zuschauern, die sich allerdings im Vorfeld etwas in Geduld üben müssen. Irritiertenderweise wird auf der Homepage der Location eine Zeit angegeben, die sich auf den Einlass und nicht auf den Start des Konzerts bezieht. Ein Blick in die wartende Runde verrät, dass sich hier drei Generationen einfinden, deren Stil so weit auseinandergeht wie ihr Alter, bloß die Glöckchen tragenden Mittelalter-Fans sind mittlerweile seltener hör- und sichtbar.

Indecent Bahavior

Mit Indecent Bahavior ist ein Support am Start, der rein musikalisch etwas überraschend daherkommt, immerhin widmen sich die Saarbrücker dem Melodic Hardcore, der ja nun nicht unbedingt Mittelalter-Rock zu nahe steht. Aber schon der Opener „Outnumbered“ verrät, dass hier die Betonung auf dem melodischen Sektor liegt und direkt zum ersten Mitwippen anregt.

Frontmann Henrik verrät hiernach, dass man seit dem Tourstart nur bei schönstem Wetter unterwegs sei und deswegen nun einen Sommersong auspackt, bei dem gerne mitgetanzt werden kann. Die ersten Reihen lassen sich zu „Brigdes“ gern darauf ein, dies ist allerdings in puncto Publikumsbegeisterung bei weitem nicht alles, stattdessen geht es von Titel zu Titel damit bergauf und schon zu „Restore“ sieht man fast alle Hände oben. Sicher liegt dies zu weiten Stücken am eingängigen Hardcore, aber auch die Interaktion mit den Zuschauern spielt eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Henrik lässt kaum einen Song unkommentiert und heizt zwischendurch immer wieder an; von seiner beschriebenen Angst, vor so vielen Leuten zu spielen, ist zu keiner Sekunde was zu spüren und auch Berührungsängste scheint er nicht zu kennen.

Bei „Land Of Eagerness“ darf nun der erste Circle-Pit getestet werden und damit das auch richtig hinhaut, geht es für den Fronter direkt mittenhinein in den Pulk, um kräftig mitzumischen. Zurück auf der Bühne stehen Saltatio Mortis mit einer kleinen Erfrischung bereit, die kleine Ölung trifft sich ganz gut, denn zu „Legale Torture“ werden die Stimmbänder etwas stärker belastet. Hier wird es deutlich härter und der zusätzliche Druck tut dem Ganzen verdammt gut. Das war es dann aber schon von dem Vierer, mit „99-1“ steht der letzte Titel bereit. Ein letztes Mal wird nun abgefeiert, was das Zeug hergibt und damit rundet man ein saustarkes Set ab. Da muss man schon verdammt lange grübeln, wann ein Support eine so sensationelle Stimmung in den Saal gezaubert hat.

Setlist:

Outnumbered
Bridges
Roots
Falling Down
Restore
Land Of Eagerness
ADAD
Legale Torture
Drowning
99-1

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend