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Royal Republic & Blackout Problems im Konzert (Dresden, Dezember 2019)

Was für ein Fest!

Gar nicht so einfach, sich an diesem Tag für ein Konzert in Dresden zu entscheiden. Da gibt es gleich zwei verschobene Termine aufzuholen, denn sowohl Skindred wie auch Royal Republic holen an diesem Abend ihre Konzerte vom Frühjahr nach, außerdem gibt es noch Plüsch-Metal von JBO im Angebot. Allerdings legten die royalen Schweden im Mai mit „Club Majesty“ ein dermaßen starkes Album vor, dass die Entscheidung quasi vom Longplayer abgenommen wird.

Und Royal Republic haben nicht nur ein pralles Scheibchen im Gepäck, sondern mit

Blackout Problems

noch einen fetten Support am Start. Die Münchner konnten sich in den vergangenen Jahren einen Ruf als fulminante Liveband erspielen, insofern ist die Spannung beim Einstieg mit „How Are You Doing“ doch recht hoch. Selbst wenn der Alternativ-Rock-Vierer vor lauter Nebel kaum zu erkennen ist, die Dynamik der Band ist trotzdem spürbar, zumal Frontmann Mario direkt mal zu den Zuschauern in den Saal geht und damit kräftig die Stimmung anfeuert.

Und von hier an gibt es ein Feuerwerk an treibenden Songs, die zwar leider mit einem etwas scheppernden Sound daherkommen, aber trotzdem vor einer unglaublichen Energie strotzen. „Difference“ platzt quasi aus allen Nähten und die Herren auf der Bühne sind genauso wenig zu bremsen, irgendwie hat man das Gefühl, dass sie Augenblicke der kompletten Ekstase durchleben und jeden einzelnen Menschen im Saal genau dahin führen möchten.

„Limit“ kommt mit einer Mischung aus ruhigen und krachenden Parts daher, dabei schaffen es Blackout Problems, zutiefst emotionale Momente in eine perfekte Symbiose zu explosiven Ausbrüchen zu setzen. Und Explosion ist schon das Stichwort zu „Sorry“, bei dem es für Mario nicht nur runter zum Publikum geht, sondern gleich noch quer durch den Saal, um von hinten den Titel weiter zum Besten zu geben. Für derlei Einlagen wird man hier natürlich mit Liebe und Applaus bedacht, in England stand die Band dafür kurz vorm Konzertabbruch. Sicher keine einfache Leistung für die Männer der Sicherheit, aber diese Zeit, in der Publikum und Künstler sich komplett auf einer Ebene bewegen, sind eben unwiederbringlich und werden von den Münchnern umso mehr geschätzt.

Zu „Kaos“ heißt es von einem links zum anderen links gemeinsam feiern und vor allem bis in die allerletzte Reihe des Saales mitspringen. Weil dies dermaßen schön aussieht, gibt es nicht nur „Queen“ als Nachschlag, sondern gleich noch eine Einladung in die Groovestation, welche nächstes Jahr wieder angepeilt werden soll. An der Stelle möchte man allerdings schon mutmaßen, dass der Klub wahrscheinlich nach einem größeren Saal Ausschau halten sollte, denn was hier an Euphorie umherschwirrt, lässt selbst die Mauern des Schlachthof bersten.

Mit „Murderer“ spendieren Blackout Problems einen letzten Song und bieten damit gar einen Ausblick auf ihre neue Scheibe. Trotz des ruhigen, trommelnden Untertons knallt der Songs unheimlich und lässt die Hoffnung auf ein fettes Album steigen, leider muss man sich nun verabschieden. Applaus und Zugabe-Rufe gehen nun ineinander über, bis jäh Licht und Musik dem Treiben ein Ende bieten. Wahnsinnig starke Vorstellung der Band, bei der man davon ausgehen kann, dass sie wohl bald die Headliner-Position übernehmen sollte.

Setlist:

How Are You Doing
Difference
Place
Limit
Sorry
Kaos
Queen
Rome
Murderer

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