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Royal Hunt & Anagor im Konzert (Bochum, März 2016)

Königlich im Rockpalast

Okay, aber bieder: Anagor aus Essen

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Eine gefühlte Ewigkeit haben sich Royal Hunt nicht mehr in Deutschland blicken lassen und so mir nichts, dir nichts auch noch einen Bogen um das Ruhrgebiet gemacht. Etwas enttäuschend also, dass der Rockpalast an diesem Sonntagabend nicht aus allen Nähten platzt – egal, die Stimmung ist auch so gut. Zuerst aber versuchen sich Anagor daran, das Publikum auf Betriebstemperatur zu bringen.

Anagor

Okay, aber auch bieder, so kann man ein Fazit unter Anagor aus Essen ziehen. Das aus Red Cargo hervorgegangene Sextett musiziert nun seit sechs Jahren und präsentiert ohne Ausnahme eigene Stücke, die die auf der Homepage angekündigte konsequente Weiterentwicklung allerdings missen lassen, und auch von der „eigentlichen Power“ ist nur rudimentär etwas zu spüren – dafür kratzt dann doch Frontfrau Christiane zu häufig an den Grenzen ihrer stimmlichen Fähigkeiten, was sie leider auch nicht mit vermehrt charismatischer Präsenz kaschieren kann.

Ein bisschen gute Laune können sie dann den Anwesenden aber trotzdem entlocken, der erst zögerliche Applaus wandelt sich zu respektvoll okayem. „Danke für's Kommen“, lässt Christiane auch gleich nach dem Opener „Homebound Train“ los und kündigt schnell mal die nächste Nummer an, wobei sie dann innerhalb von „Someone's Prayer“ sogar Drummer Marcel in den Fokus rückt.

Die meisten Anwesenden halten sich zwar der Bühne fern, spendieren aber weiterhin höflichen Applaus, nur eine kleine Minderheit scheint sich mehr als alle andere für den Anagor-Sound zu erwärmen. Das balladeske „Alaska“ wird dann bei spärlicher Beleuchtung nur durch Drums und Keyboard begleitet, anschließend geht es aber rockiger weiter, die beste Nummer bisher, „Jester's Pride“, bekommt dann auch zurecht gesteigerten Applaus, bevor es dann mit „Children Of Fear“ auch zu Ende geht. Ein beinhartes Rockpublikum werden sie so nur schwer begeistern können, auf Straßen- und Schützenfesten aber dürften sie gern gesehene Gäste sein.

Setlist:

Homebound Train
Someone's Prayer
Ghost Rider
Pain In My Brain
Alaska
Fantasy
Jester's Pride
Anagor
Children Of Fear

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