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Rotting Christ im Konzert (Essen, Juni 2017)

Erfolgreich satanifiziert

Das Publikum satanifizieren und Spaß dabei haben...geht das? Rotting Christ schaffen das locker, nicht einer der gut 170 Anwesenden am diesem Donnerstagabend, der nicht mit einem diabolischen Dankeschöngrinsen stark schwitzend aus dem Club wankt und sich fragt: Wie kann ich bis zur nächsten Show das nur aushalten?

Rotting Christ pur, quer durch ihre Diskographie, wobei sie ihr aktuelles Album „Rituals“ nur mit drei Songs ankratzen und ansonsten auch mit Tracks wie „The Forest Of N'Gai“ oder etwas später mit dem famosen Doppelpack „The Sign Of Evil Existence“ und „Transform All Suffering Into Plagues“ zu den Anfangstagen zurückreichen. Die Fans lassen sich da nicht lumpen, die Matten fliegen, dass es nur eine Pracht ist und hörig werden auch die Pommesgabeln, wie durch Frontmann Sakis in „Kata Ton Daimona Eaytoy“ mit einem „show me your horns“ gefordert, auch gezückt.

Wenn man schon Kritik üben will, dann sind es wohl die reichlich vom Band kommenden Samples, die natürlich den Sound authentisch aufblasen, eben aber nicht live gespielt werden. Den Anwesenden stört das nicht, das diabolische Partygefühl wird voll ausgekostet, selbst ein schlichtes „Essen, alles klar?“ wird feist bejubelt, dabei gehört Sakis ja wie gewohnt nicht gerade zu den großen Verbalshowleuten, hier steht wie immer eigentlich die Musik absolut im Vordergrund.

Viel muss der Frontmann heute eh nicht einpeitschen, die Fans sind schon von allein bei „Elthe Kyrie“ mit der Powerfaust dabei, bei dem schon erwähnten „The Sign Of Evil Existence“ besteht der Pulk vor der Bühne nur noch aus einem Meer an fliegenden Haaren und auch das „keep the spirit alive“-Einschwören vor dem Klassiker „The Forest Of N'Gai“ wird förmlich aufgesogen, da wundert es nur noch ein bisschen, dass bei „Noctis Era“ nicht auch noch das große Beißen beginnt – letztes Jahr stand die Tour ja noch unter dem Blutvergießen-Motto.

Zwei Zugaben gönnen sie heute dem noch nicht ausgepumpten Publikum, da wäre sicherlich noch Spielraum für ein bis drei Nummern mehr gewesen, da ist es am Ende nur ein schwacher Trost, dass die Autogrammjägerinnen kurz nach der Show noch bedient werden. Nur Sakis lässt sich nicht blicken, was von den letzten Anhängern missmutig zur Kenntnis genommen wird. Erst am Tourbus kann er dann den letzten UnterschriftensammerlerInnen nicht entgehen, zeigt sich dort aber zugänglich und entspannt. Satan hat heute in Essen obsiegt – das Sommerritual in Essen abgehakt.

Setlist:

Intro
Ze Nigmar
Kata Ton Daimona Eaytoy
Athanati Este
Elthe Kyrie
Apage Satana
The Sign Of Evil Existence
Transform All Suffering Into Plagues
The Forest Of N'Gai
Societas Satanas (Thou Art Lord-Cover)
In Yumen-Xibalba
Grandis Spiritus Diavolos
Chaos Geneto (The Sign Of Prime Creation)
Noctis Era
-------------
Χ Ξ Σ (666)
Non Serviam

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