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Ross The Boss & Ancillotti im Konzert (Essen, März 2017)

Kultiger Turock-Abend mit reichlich True-Feeling

Ancillotti überraschen positiv

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Besser als das Original, so ganz ohne Labern, Hochglanzwerbung, überzogene Merchpreise und Leckschwestern, einfach nur Heavy Metal wie es für viele Fans einfach truer nicht sein kann. Ross The Boss sind zu Gast, und wie sich zeigt, können so manche Vorurteile schnell auch mal weggesungen werden. Und wenn dann auch noch der Opener Ancillotti stark aufrockt und überzeugend italienisches Flair im True-Gewand bietet, dann kann am Ende doch auch gar nichts mehr schief gehen.

Ancillotti

Ganz schön ambitioniert, wie das Familienunternehmen – Sandro "Bid" Ancillotti am Tieftöner, Brian Ancillotti hinter der Schießbude und Daniele "Bud" Ancillotti am Gesang sowie Blutsbruder Luciano "Ciano" Toscani – auf die Bühne stürmt und Bud gleich einmal mit ein paar Powerfäusten anfängt, dabei ist das Publikum erst noch reserviert und schaut sich lieber erst einmal an, was die Italiener überhaupt so zu bieten haben. Die Reserviertheit in den vorderen Reihen legt sich dann aber recht zügig, denn auch wenn das „Quartette“ nicht gerade die musikalische Offenbarung ist, so schaffen sie es locker, einen nicht unbeträchtlichen Teil der KonzertbesucherInnen von sich zu überzeugen oder gar als Fan zu gewinnen.

Zwei Longplayer haben sie ja auch schon am Start, was viele Anwesende überrascht, gehört haben von Ancillotti vorher vielleicht eine Handvoll der Zuschauer, und das scheint schon hoch gegriffen. Umso schöner, dass die Fans schnell bei der Sache sind, von allein etwas nach vorne stapfen, mit der Pommesgabel winken oder wie in „The Beast Is Rising“ mit breitem Grienen fleißig mitklatschen. Nebenbei darf man gerne auch ein bisschen schmunzeln, denn die Ansagen durch Bud entbehren nicht einer gewissen Kauzigkeit, aber immer nimmt man dem Kerl ab, dass er das genau so meint, wie er das sagt. Vielleicht ein bisschen steif in der Performance, dafür aber mit ungebändigtem Spaß in den Backen.

Gegen Ende wird Bud sogar fast redselig, da reicht dann schon nicht mehr ein „Seid ihr bereit für 'The Hunter'“, da schiebt er gleich auch noch ein dreimaliges „ich will euch hören“ hinterher. Deutlich mehr HeadbangerInnen bei „Warrior“, lautstarke Mitsingspielchen bei „Legacy Of Rock“ und zum Abschluss mit „Bang Your Head“ eine Vollrauschmattenhymne, da kann man nicht wirklich viel meckern. Der Unterhaltungswert ist schon gut so.

Setlist:

Fight
To Hell With You
Immortal Idol
Burn, Witch, Burn
Living For The Night Time
The Beast Is Rising
The Hunter
I Don't Wanna Know
Warrior
Legacy Of Rock
Bang Your Head

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