Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2019

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Magnum

Knapp eine Stunde Magnum, geradezu ein Lehrbeispiel für hart rockende, gleichzeitig melodische Eleganz, wo eben alles einschließlich Keyboards im Gegensatz zur Truppe davor live gespielt wird. Das Duo Gitarrist Tony Clarkin und Frontmann Bob Catley gehört quasi schon seit Jahrzehnten zu den unantastbaren Melodic-Heroen, was man allein daran merkt, dass sich alle Genrefans auf die Truppe aus Birmingham einschwören können.

Und Bob, der schon seit zwanzig Jahren keinen Tag älter wird, kramt dann auch erneut sein ganzes „Move-Potenzial“ heraus, vom Indianerblick bis hin zu den Mitwinkspielen. Und die Fans fressen ihm förmlich aus der Hand, da wird auf Anweisung wahlweise geklatscht, mitgeschunkelt, gewunken oder eben getanzt. Da die Engländer bis heute auch noch regelmäßig neue Alben veröffentlichen, dürfte es für eine Festivalshow immer schwerer werden, eine geeignete Setlist zusammenzustellen, doch ohne die Klassiker „How Far Jerusalem“ – was ein feiner Fangänsehautchor und ausgedehnter Mitklatschpart – oder das ebenso schmissige, aber eben auch unverzichtbare „All England's Eyes“ gehören mit Sicherheit nicht nur zu den melodischen Must-haves des AOR-Genres, sondern auch zu den Spitzenreitern dieses verlängerten Wochenendes in Gelsenkirchen.

Und sollten die Fans doch mal einen Hauch nachlassen, so ist Bob schnell zur Stelle und erinnert mit einem dezenten „wo seid ihr?“ oder „kommt, macht mit“ an die Fanbeitragspflichten. Und wie fit Bob selbst ist, zeigt er bestens durch sein Mithüpfen zu „Lost On The Road To Eternity“ – Jahrgang 1947 ist der Gute, davon können sich viele jüngere Fans mal mehr als locker eine Scheibe abschneiden. Die größte Überraschung aber dürfte der Crowdsurfer zu „Vigilante“ sein, bei dem der Refrain sich lautstark in die Gehörbahnen fräst und auch der anschließende fette Applaus macht klar, dass die Melodic-Vertreter nach ihrem Abstecher 2012 hier beim Rock Hard Festival völlig zurecht so hoch im Billing stehen. Und wer es sich leisten kann, auf Klassiker der Marke „Kingdom Of Madness“, „On A Storyteller's Night“ oder auch „When We Were Younger“ verzichten zu können, der hat es schlichtweg in die Annalen der Rockhistorie geschafft.

Setlist:

Wild Swan
Sacred Blood „Divine“ Lies
Lost On The Road To Eternity“
Crazy Old Mothers
How Far Jesusalem
All England's Eyes
Vigilante
Don't Wake The Lion (Too Old To Young To Die)
Sacred Hour

Seite
comments powered by Disqus