Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2019

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fifth Angel

Die aus Washington kommenden Metaller Fifth Angel gehören heute insofern zu den Exoten, als dass ihre Liveshows in unseren Breitengraden richtig rar gesät sind, da schlagen allemal die Gigs beim Metal Assault oder dem KIT zu Buche. Zudem melden sie sich fast 30 Jahre nach dem zweiten Album „Time Will Tell“ – in sich schon nahezu eine Prophezeiung – mit ihrem Drittwerk „The Third Secret“ zurück, dessen Titeltrack wie auch zwei weitere Neusongs heute vorgestellt werden. Der Rest der Tageslichtshow aber ist von den ersten beiden Alben geprägt, was die Festivalfanherzen höher schlagen lässt. Gerne darf man darüber diskutieren, ob vielleicht der eine oder andere Song mehr hätte eingebaut werden können, was sie aber auf Kosten unnötigen Schnickschnacks wie dem überflüssigen, allerdings auch von Hey-Rufen begleiteten Drumsolo nach dem ’86er Titeltrack „Fifth Angel“ oder weiteren eskapadisch gniedelnden Soloattacken wie im Finale von „Dust To Dust“ ausblenden.

Dagegen zeigen die gealterten Herren, dass man keine Angst vor knackenden Knochen haben muss, zumal mit Gitarrist Ethan Brosh und Frontmann Steven Carlson – der zu Beginn des Sets nicht immer ganz sattelfest wirkt, sich aber mit längerer Spieldauer die Stimmbänder warm singt – „frisches“ Blut durch die Bandadern pumpt. Die Fans dagegen brauchen keine längere Eingewöhnungsphase und stehen schon beim Opener „The Night“ erwartungsvoll dicht gedrängt vor der Bühne. Fifth Angel gehen ihren Festivalbeitrag aber auch geschickt an und spielen zu Beginn drei Songs vom zweiten Longplayer – schon jetzt ein zeitloser Klassiker. Zu „Dust To Dust“ übernimmt kurzerhand Gitarrist Ed Archer das Zepter und will auch mehr Feedback auf den Rängen und das neue und ruhig balladeske „Wings Of Destiny“ entpuppt sich als Mitsinghymne – bleibt nur noch die Frage offen, warum denn wohl kurzfristig das geplante „Seven Hours“ nicht gespielt wird.

Einen weiteren Minuspunkt müssen Fifth Angel aber dennoch schlucken, denn auch wenn es technisch ohne Probleme machbar ist, den Keyboardsound zuzuspielen, so hat es einfach deutlich mehr Flair, wenn der Tastenmann auf der Bühne stehen würde. „Schön, dass wir hier sein dürfen“, bedankt sich Steven artig stellvertretend für den Rest der Truppe, das kraftvolle „We Rule“ setzt einen schönen Schlussstrich und lässt so ein paar Längen vergessen – Dreiviertelstunde gut gefüllt und auch schon wieder vorbei.

Setlist:

The Night
Cathedral
Stars Are Falling
Dust To Dust
Wings Of Destiny
Call Out The Warning
Fifth Angel
Drum Solo
The Third Secret
In The Fallout
Cry Out The Fools
We Rule

Seite
comments powered by Disqus