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Rock Hard Festival 2019

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Tygers Of Pan Tang

Nun ist es also doch passiert und es regnet, stürmt sogar ein wenig – das Rock Hard-Team hatte vor allem die Camper noch extra vor Unwetter gewarnt. Natürlich hofft man immer, dass es dann doch nicht dazu kommt, doch alle Wünsche sind umsonst: Der Himmel öffnet seine Schleusen und schon sieht es im Amphitheater plötzlich deutlich leerer aus als zuvor. Schade für die Tygers Of Pan Tang, eine Band mit großem Renommée, die gerade beim so traditionell ausgerichteten RHF bestens aufgehoben sind – ähnlich wie im Jahr zuvor die ebenfalls der NWOBHM entstammenden Diamond Head.

Bei besserem Wetter würde es daher hundertprozentig zumindest auf den Rängen voller sein – unten im Parkett lassen sich die Leute ohnehin nicht die Laune verderben und feiern zahlreich, allerdings gibt es dort durch das über die Bühne ragende Dach die Möglichkeit, sich vor dem Regen zu schützen. Und wer das Weite sucht, verpasst einen sehr starken Auftritt einer topmotivierten Band. Der Sound ist brillant und genau in der richtigen Lautstärke, die zahlreichen Zungenschnalzer-Gitarrensoli sind eine Wohltat für die Sinne und Sänger Jacopo Meille zeigt sich in herausragender Form.

Die Engländer mit dem italienischen Frontmann starten nicht etwa mit einem alten Gassenhauer, sondern dem Opener ihres aktuellen selbstbetitelten Albums, „Only The Brave“ – man will ja nicht gleich zu Beginn alle Klassiker verheizen. Außerdem macht auch dieser knackige Fünfminüter mit seinem speedigen Mainriff ordentlich Alarm und muss sich nicht hinter altem Material verstecken.

Letztlich sind es zwar erwartungsgemäß die Debüt-Full-Length „Wild Cat“ (1980) und deren ein Jahr später erschienener Nachfolger „Spellbound“, die hier mit den meisten Stücken vertreten sind. Dennoch liegt eine gesunde Mischung aus alt und neu vor; der souverän durch die Show führende Jacopo muss die Fans eigentlich kaum noch großartig zum Mitsingen, Mitklatschen und Fistraisen animieren, zumal sich das Wetter ab der Mitte des Sets beruhigt, sodass nun auch wieder mehr Leute an den Ort des Geschehens zurückkehren und einer gigantischen Party nichts mehr im Wege steht.

Auch Crowdsurfer lassen sich wieder über die Menge hinweghieven, Jacopo scherzt ein wenig mit Gitarrist Robb Weir, dem letzten verbliebenen Gründungsmitglied, was die gute Laune der Band noch unterstreicht und wenn er über den Song „Keeping Me Alive“ deklariert: „Rock’n’Roll keeps you alive – das passt doch!“, wird ihm wohl keiner der Anwesenden widersprechen. Auch nicht, wenn er sagt, dass sie immer „Probleme mit Balladen“ hätten, sie das folgende „Don’t Stop By“ offensichtlich im Gegensatz zu manch anderen jedoch nicht als solche bezeichnen würden.

Nein, hier wird im Prinzip die ganze Zeit Vollgas gegeben, und so ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Fans laut „Yeah!“ brüllen, als gegen Ende die Frage kommt, ob man noch einen hören will: Beim finalen, ebenfalls steinalten „Don’t Touch Me There“ wird noch einmal alles aus sich herausgekitzelt, kräftig mitgeklatscht und mitgesungen und Robb Weir packt als netten Gimmick die Talkbox aus. Ganz klar haben die Tygers heute alles richtig gemacht und bestes Entertainment geboten. Die Ankündigung, dass man auch schon ein neues Album in der Mache hat, ist da noch das Salz in der Suppe.

Setlist:

Only The Brave
Love Don’t Stay
Lonely At The Top
Gangland
Euthanasia
Take It
Keeping Me Alive
Glad Rags
Don’t Stop By
Devil You Know
Suzie Smiled
Hellbound
Don’t Touch Me There

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