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Rock Hard Festival 2019

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Chapel Of Disease

Trotz der ungünstigen Voraussetzungen wie sperrige Songs oder gar Tageslicht können die Kölner Death Metaller Chapel Of Disease – wobei die Genreschublade mit den Ausflügen gen jazziger Lässigkeit und proggiger Ausrichtung eh viel zu klein ist – zahlreiche Festivalgäste in Erstaunen versetzen, wobei aber eben auch deutlich wird, dass die Truppe in einem kleinen verschwitzen Club und einer weniger üppig dimensionierten Bühne viel besser aufgehoben ist.

Das Stageacting bewegt sich auf Quadratmeterniveau und ist so gut wie gar nicht vorhanden, dafür aber überzeugt das Liedgut, welches mit gleich vier Nummern in Überlänge vom aktuellen, erst letztes Jahr im November veröffentlichten dritten Studioalbum „...And As We Have Seen The Storm, We Have Embraced The Eye“ stammt und nur zwischendurch vom 2015er „The Dreaming Of The Flame“ aufgelockert wird.

Ohne große Effekthascherei, dabei auch von Frontmann und Gitarrist Laurent mit mehr als spärlichen, sprich gar keinen Ansagen, so präsentiert sich das Quartett, häufig sehr in den eigenen sphärischen, manchmal auch verspielten Klängen vertieft, und selbst das erst zurückhaltende Publikum, welches beim Opener schon diverse Powerfäuste einstreute, taut zu „Null“ mit „Chapel“-Sprechchören auf, wobei sich der Rausschmeißer „Songs Of The Gods“ zum wirklichen Nackenmuskelanspanner entwickelt.

Wer die Jungs schon kennt, weiß um deren Qualitäten und ist auch wie schon bei den Clubshows wenig über die Wortlosigkeit überrascht, trotzdem oder vielleicht deswegen können sich die Kölner heute sicherlich ein paar Fans mehr erspielen – und das, ohne auf die Showeffektkacke zu hauen. Chapeau. Der fette Applaus ist da mehr als gerechtfertigt.

Setlist:

Void Of Words
Oblivious – Obnoxious – Defiant
The Dreaming Of The Flame
Null
Song Of The Gods

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