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Rock Hard Festival 2019

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Long Distance Calling

Das zweite Mal in der Geschichte des Rock Hard Festivals tritt ein Musiker an ein und demselben Tag mit zwei verschiedenen Bands auf: 2010 war es Jonas Renkse, der sich zunächst mit Katatonia als Sänger die Ehre gab, und ein paar Stunden später als Bassist mit seiner Zweitcombo Bloodbath. Anno 2019 ist es nun Janosch Rathmer, der ja bereits um 13 Uhr mit Zodiac auf der Bühne stand, um knapp zwei Stunden nach Beendigung dieses Gigs für Long Distance Calling hinter der Schießbude Platz zu nehmen.

Nachdem bei Visigoth Abfeiern in Form von Crowdsurfen, Powerfists und Pommesgabeln schwenken sowie Headbangen angesagt war, bringen die Instrumentalrocker aus Münster eine gänzlich andere Note ins Rund. Hier wird eher gechillt und in der heute durchgehend scheinenden Sonne entspannt. Zwar hat das Quartett aus der hübschen Studentenstadt auch zwei Alben mit Gesang aufgenommen („The Flood Inside“, 2013 und „Trips“, 2016), doch die letzte Scheibe „Boundless“, die im letzten Jahr herauskam, ist wieder komplett instrumental gehalten, ging also back to the roots.

Demnach steht ein Mikro auch nur auf der Bühne, um sporadische Ansagen zu vollziehen, nicht aber, um zu singen. Es ist bei weitem nicht so voll im Amphitheater wie noch bei den vorigen Acts, doch das war zu erwarten – Postrock ohne Gesang ist natürlich nicht wirklich die Musik der Hauptzielgruppe dieses Festivals. Dennoch genießen die Leute, die sich den Auftritt anschauen, ganz offensichtlich die Darbietung, wie der Applaus zwischen den Stücken verrät – es ist eben mal was ganz anderes und eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Programm. Die meist sich zwischen acht und zehn Minuten bewegenden Kompositionen folgen auch ohne Vocals einer klaren Struktur und sind äußerst kunstvoll aufgebaut, sodass die Aussage von RH-Redakteur Thomas Kupfer, der die Truppe mit den Worten ankündigt, es handle sich „um die beste deutsche Instrumentalrockband“, nicht unberechtigt ist.

Und auch wenn man bei der Mucke, die mal ein wenig Richtung Porcupine Tree schielt („Trauma“), und mal an Mogwai erinnert („Metulsky Curse Revisited“), eher relaxt als wild aus sich herauszugehen und auch wenn weniger Menschen am Start sind als bei den anderen Bands: Die Stimmung ist trotzdem gut, an entsprechenden Stellen wird mitgeklatscht, was der Formation natürlich nicht verborgen bleibt. „Vielen Dank, ihr wart ganz wunderbar“, heißt es dann auch vor dem letzten Song, und man wünschte sich mehr derart mutige Entscheidungen seitens der Veranstalter, solch eher untypische Acts zu holen. Damit eckt man bei einem großen Teil des Publikums sicher an, doch um die Vielfalt zu bewahren, dürfte man gerne öfter auf etwas aus dem Rahmen fallende Bands setzen.

Setlist:

Trauma
Ascending
Black Paper Planes
Out There
Sundown Highway
Skydivers
Arecibo (Long Distance Calling)  
Metulsky Curse Revisited

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