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Rock Hard Festival 2019

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Sonntag, 9. Juni 2019

The Spirit

Unglaublich, schon ist wieder der letzte Tag des Festivals angebrochen – und der sonnige Vormittag lässt hoffen, dass es heute auch bei schönem Wetter bleibt. Auch wenn der Rock Hard-Redakteur, der die erste Band The Spirit augenzwinkernd mit den Worten „ein wenig Melodic Death Metal, um die Sonne zu vertreiben“ ankündigt – noch mehr Regen braucht wirklich niemand. Trotzdem ist da natürlich etwas dran, dass solch düstere Mucke eher abends passt als mittags um zwölf in der prallen Sonne, doch damit müssen die Saarländer wohl oder übel leben.

Erst ein Album hat das Quartett in Form der 2017er Scheibe „Sounds From The Vortex“ in der Pipeline und da dies knapp 40 Minuten dauert – genau wie die Spielzeit der Band heute – hat man sich (ganz logisch eigentlich) dazu entschieden, einfach das komplette Werk aufzuführen. Lediglich die Reihenfolge der letzten beiden Songs wurde geändert. Wer nur den Bandnamen kennt und das Logo sieht, könnte zu dem Trugschluss kommen, es handle sich eher um eine Psychedelic Band, doch sobald nach dem Intro und Titelstück die erste reguläre Nummer „Cosmic Fear“ aus den Boxen ballert, wird hier jeder umgehend eines Besseren belehrt.

In manchen Kreisen werden The Spirit schon zu den neuen Dissection hochstilisiert und ganz zweifellos haben die vier Kerle Talent und schaffen es, eine unheilvolle Atmosphäre kreieren, aber zu hundert Prozent will der Funke nicht überspringen. Es sind eben a) deutlich weniger Leute als gestern noch beim Auftakt von Tyler Leads anwesend und b) ist fieses Geknüppel zu Beginn des Tages nun mal eine zwiespältige Angelegenheit. Bei den einen mag es den Kater vertreiben, bei anderen wohl eher noch verstärken.

Fairerweise sei hinzugefügt, dass nach und nach wenigstens ein bisschen mehr Publikum den Weg ins Amphitheater findet, aber die ganz große Sause ist es bei weitem nicht – auch wenn ein Fan mit entsprechenden Armbewegungen und in Richtung der Leute auf den Stufen gedreht, versucht, die müden Fans zu animieren. Dass diese Band etwas kann, zeigt die erwähnte starke Platte, live ist das jedoch einfach nicht der adäquate Zeitpunkt, um hier richtig Punkte einzufahren, das ist für die Jungs einfach unglücklich. Was sie aber definitiv ändern müssen, sind die zu langen Pausen zwischen den Songs; entweder man macht Ansagen oder lässt die Stücke alle ineinander übergehen, so jedoch geht jegliche Intensität verloren.

Setlist:

Sounds From The Vortex
Cosmic Fear
The Clouds Of Damnation
Cross The Bridge To Eternity
Illuminate The Night Sky
Fields Of The Unknown
The Great Mortality

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