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Rock Hard Festival 2019

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Heir Apparent

Wenn die Herren aus Seattle gewusst hätten, was für eine Flachzange aus Mülheim heute für die Ich-bezogene Anmoderation sorgt (bewaffnet mit einer von Heir Apparent signierten LP), dann hätte sich das Quintett die Sache wohl noch anders überlegt. „Schmeiß die Platte her und halt die Fresse“, tönt es da aus dem Zuschauerpulk und spricht mit Sicherheit einem großen Teil des Anhangs aus der Seele. Am Auftritt der Prog-Legende allerdings nagt die Einleitung nicht, denn der ist über alle Massen tadellos, auch wenn sich viele Fans schon hier gewünscht hätten, das komplette Referenzwerk „Graceful Inheritance“ live erleben zu dürfen.

Mit  „Hands Of Destiny“ liefern die Herren aber auch einen Einstand nach Maß ab, Frontmann Will, der ja nun auch schon wieder vier Jahre mit an Bord ist, ist sofort mit satt hochfrequenten Tönen dabei und lässt auch im weiteren Verlauf keinen Wackler erkennen, sogar seine defensiven, immer wieder einen Hauch „wie geil, dass wir das machen können“ ausstrahlenden Ansagen sind sehr sympathisch und auch die Sonne lässt sich an diesem wetterdurchwachsenen Tage endlich in voller Pracht blicken.

„Seid ihr bereit für was Neues?“, will Herr Shaw wissen und schon lassen sich die Fans auch von neuerem Material wie „The Door“ verzücken – beileibe eben keine Partymusik, aber auch so ganz großes Kino. Das ruhig und balladesk startende „Keeper Of The Reign“ sorgt für Gänsehautmomente und auch das mit deutlich orientalischen Klängen aufwartende „The Road To Palestine“ punktet mit sattem Groove – und eben von der Tatsache, dass sich Sänger Will gezielt bei einem Fan mit einem Shirt bedanken will, dieses aber quasi vom Winde verweht woanders landet.

„Letzter Song für heute“, so Will dann gefühlt viel zu schnell, doch mit „Tear Down The Walls“ kommt da doch die eigentlich perfekte Entschuldigung, und nicht wenige Fans sind dabei, die wenigstens im Refrain lauthals mitsingen können. Das Rock Hard Festival hat hier definitiv ein Highlight in den ganzen Jahren im Amphitheater setzen können.

Setlist:

Hands Of Destiny
The Servant
The Door
Crossing The Border
Another Candle
Insomnia
Keeper Of The Reign
The Road To Palestine
Tear Down The Walls

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