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Rock Hard Festival 2017

Hail fucking Satan!

Der irgendwie nicht alternde Udo mit seinen Accept-Hits.

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Dirkschneider

Die Welt der Parallelen – oder auch: Das Amphitheater wird nun wieder richtig voll, uns U.D.O. Dirkschneider schafft es, die ganzen Leute weg von den Zelt- und Parkplätzen ins Rund zu locken, um eben den angekündigten Accept-Zeiten zu huldigen. Annähernd jeder heute hier dürfte mit den Klassikern vertraut sein, jedem ist dieser kleine knubbelige Frontmann ein Begriff, da ist wieder höchste Alarmbereitschaft für die Powerfaustpolizei angesagt.

Aber: Wie schon bei Ross The Boss darf man auch getrost den engen Maßstab einer Coverband anlegen, einer der besseren vielleicht, wenn man so will, wenn man eben allein an Udo denkt, am Ende ist aber kritisch zu bemerken, dass das komplette Rock Hard Festival 2017 durch zwei Coverbands auf den Kopf gestellt oder sogar dominiert wird – unser The-Pit.de-David hatte da ja schon passende Worte beim ex-Moneywar-Ross gefunden. Natürlich dürften auch die Rufe nach Accept durch die heutige Show einmal mehr angefeuert werden, das ist kaum von der Hand zu weisen.

Und natürlich werden auch heute wieder alle metallischen Klischees bereitwillig bedient, was beim gemeinsamen Synchron-Axtschwingen anfängt und bis zum ausführlichen Selbstdarstellungssolo reicht – genau das wollen wir als Fans ja so haben. Die Songmachart ist wie bei Ross zu vergleichen: Eingängig, jederzeit mitschmetterbar und eben ohne jeden ultimativen hymnischen Zweifel spätestens mit „Balls To The Wall“ eh pulverisiert, was dann auch sicht- und hörbar wird, wenn tausende Metalheads mit einstimmen.

Großartige Ansagen hat der Vokalmeister wie gewohnt nicht auf dem Schirm, da reicht auch schon mal ein „Geht es euch gut da draußen?“, „Seid ihr bereit?“ oder zur Zugabe eben ein „Ihr wollt mehr? Seid ihr sicher?“. Dafür stehen aber die Fans deutlicher parat, ständig wieder fallen ein paar Crowdsurfer in die immer fangbereiten Securityarme, fette Zugabe-Rufe nach „Losers And Winners“ lassen die Betonschüssel erzittern und auch der Gänsehaut-Faktor beim unsterblichen „Princess Of The Dawn“-Chor mit hunderten mitklatschenden Handpaaren ist schon erstaunlich hoch.

Mit Bill Hudson (Circle II Circle, Jon Oliva's Pain, nur um mal ein paar wenige zu nennen) stellen sie heute außerdem den neuen Klampfer vor, der vielleicht noch nicht immer bei allen Songs wirklich sattelfest wirkt, wenn man sich doch den etwas merkwürdigen Anfang zu „Metal Heart“ zu Gemüte führt. Insgesamt spielt das aber beim hohen Partylevel keine große Rolle, Udo Dirkschneider nimmt ihn sogar noch ein bisschen mit einem „der war ein bisschen nervös vorher“ in Schutz, nachdem das von allen geforderte „Fast As A Shark“ einmal mehr ein krachendes Finale einleitet. „I did it my way…“ so die Sinatra-Outro-Töne. Dem kann man nur zustimmen, in Zukunft wird U.D.O. nur wieder deutlich kleinere Brötchen backen müssen, will er in Zukunft doch auf Accept-Songs verzichten.

Setlist (alles Accept-Cover):

Starlight
Living For Tonight
Flash Rockin' Man
London Leatherboys
Midnight Mover
Breaker
Princess Of The Dawn
Son Of A Bitch
Up To The Limit
Screaming For A Love-Bite
Losers And Winners
Metal Heart
Fast As A Shark
Balls To The Wall

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