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Rock Hard Festival 2017

Hail fucking Satan!

Servieren abwechslungsreichen und intelligenten Black Metal: Secrets Of The Moon.

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Secrets Of The Moon

Die ursprünglich aus Osnabrück stammende Band war einer der ersten, die für das Rock Hard Festival 2017 verpflichtet wurde – bereits bei der letztjährigen Ausgabe wurden die Black Metaller als einer von drei Acts angekündigt. Wieder einmal stellt sich die Frage, ob und wie eine derart düstere Combo bei Tageslicht funktioniert. Und natürlich ist es ein anderer Schnack, wenn Secrets Of The Moon in einem verschwitzten, engen Club performen, ganz nüchtern betrachtet aber liefert der Vierer einen tadellosen Gig ab, der unten vor der Bühne auch nach allen Regeln der Kunst bejubelt wird.

Dass die Jungs äußerst stolz auf ihr aktuelles Album „Sun“ sind, wird anhand der Setlist mehr als deutlich. Die Platte klingt erneut anders als alles, was die Norddeutschen zuvor veröffentlichten und war insofern mutig, als dass beispielsweise die Vocals von Fronter sG inzwischen fast gar nichts mehr mit gemeinen Black-Metal-Screams zu tun haben. Vier von sechs Stücken am heutigen Nachmittag entstammen jenem Werk, woraus man schließen könnte, dass jede Menge Kritik seitens der Zuschauer laut würde, weil zu wenig alte Sachen gespielt werden, doch im Allgemeinen sind die Stimmen sehr positiv – beherrscht die Truppe trotz der markanten Änderungen doch immer noch die Kunst, atmosphärisch und finster zu klingen.

So kommt das Ganze trotz des frühen Slots und entsprechender Helligkeit erfreulich dämonisch und erhaben daher – der wiederum tadellose Sound tut sein Übriges dazu, sodass man glatt geneigt ist sich zu fragen, warum diese Band nach all den Jahren immer noch verhältnismäßig klein ist, während andere (um einiges albernere) Kapellen der Sparte wesentlich mehr vom Kuchen abbekommen. Doch Kommerz ist Secrets Of The Moon definitiv zuwider, weswegen man unserer Freundin vom Vorabend, die die Formation ankündigt, diesmal nicht widersprechen kann, wenn sie davon schwadroniert, dass es ihr persönlich sehr wichtig gewesen sei, diese Formation hierher zu holen, allein schon, weil sie „solche leidenschaftlichen Musiker“ seien.

Sei es wie es will, der Auftritt kann sich sehen und hören lassen; ohne viel Aufhebens und ohne großartige Ansagen ziehen Secrets Of The Moon ihr Ding durch und weichen nur in der Mitte und beim Finale mit „Lucifer Speaks“ kurz von der Mission ab, ihr neues Album auch allen Noch-nicht-Kennern näherzubringen. Wer „Sun“ so wie der Verfasser dieser Zeilen abgefeiert hat, kam auf jeden Fall auf seine Kosten, wer auf abwechslungsreiches, spannendes Schwarzmetall steht, aber aus welchen Gründen auch immer noch keinen näheren Kontakt mit dieser Band hatte, sollte ebenfalls angefixt sein. Kleine nette Randnotiz: Sehr untypisch, aber stilvoll auch für eine Black-Metal-Band, mit einer Gibson Les Paul aufzutreten und auch Bottlenecks („The Man Behind The Sun“) kommen in diesem Genre wohl eher selten zum Einsatz. 
 
Setlist:

No More Colours
Dirty Black
Nemesis
Hole
The Man Behind The Sun
Lucifer Speaks

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