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Rock Hard Festival 2017

Hail fucking Satan!

D.A.D. fahren mehr als nur Musik auf.

Zum Thema

D.A.D.

Die haben doch wohl nicht...? Doch, sie haben, und wie... einmal mehr aus der vollen Bühnenkulissentrickkiste gegriffen und bringen zum Rock Hard Festival gleich mal die vergrößerte Wohnzimmergarnitur inklusive Stehlampen mit, eine ideale Spiel- und Klettermöglichkeit für Bassist Stig, den es wie gewohnt nach höheren Lagen dürstet und heute fast schon bis an die Deckenstrahler heranreicht. „Liebling, ich habe das Publikum geschrumpft“, könnte da auch ganz gut passen, doch optisch kommt die „spinnerte“ Idee richtig gut an, der Grundstock für Amüsement fernab der Songs ist schon einmal gelegt und somit auch ein bisschen die Diskussion abgewürgt, warum denn D.A.D. schon wieder in Gelsenkirchen mit am Kanalbord sind. Und zumindest wissen wir jetzt alle, warum die Dänen nicht auf ausführliche Clubshowtour kommen können, denn zum einen dürfte es logistisch eher schwierig werden, ausreichend große Bühnen zu finden, zum anderen kommen ja noch die Bastelstunden in den heimischen „fire vægge“ dazu.

„Verstehen Sie, was ich sage?“...ja ja, auch das ist bekannt und nötigt auch nach dem xten Mal ein Schmunzeln ab, zumal D.A.D. nicht einen auf Liebe machen, sondern heute darf auch mal ein bisschen zotiger geschimpft werden, zumindest wenn man dafür die nötige Angst mitbringt, um ausreichend Talent zu entwickeln – auch hier sind die vier „danskerne” einfach herrlich bekloppt. „Wohnzimmer Rock“, so dann schnell auch die auf den Rängen des Amphitheater ausgelobte neue Genreschublade, zumal viele Fans das Festival ja selbst „wie im Wohnzimmer“ bezeichnen.
 
Aller Skepsis zum Trotz ist der Platz richtig gut gefüllt, natürlich ist das aggressive Mitmachpotential zuvor schon bei Exodus ausgeschöpft worden, jetzt steht wieder eher Schwofen, Mitklatschen und das Tanzbeinschwingen auf dem Programm. Und so kommt die „verstehen Sie, was ich sage“-Rhythmus-Erklärung zu „Monster Philosophy“ genau zum richtigen Zeitpunkt, damit auch hunderte Fans wissen, was nun mitklatschend zu tun ist. „Sehr großes Vergnügen heute“, so Jesper, denn der immer wieder fette Applaus zeigt deutlich, wie zufrieden und bestens unterhalten die Fans sich fühlen.
 
Stig steht natürlich allein wegen seiner wechselnden zweisaitigen Bassgitarren immer wieder im Vordergrund, dazu seine spacige Verkleidung und vor allem das Helmfeuerwerk im jammäßig aufgemotzten „Sleeping My Day Away“, welches dann für ein ganz großes Hallo reicht – verrückt eben, wie sie so sind. Bei „Riding With Sue“ übernimmt Stig ja eh auch den Vokalposten, insofern bleiben die Überraschungen eher aus.

Und dann kommt es doch... „viel Liebe hier, Rock Hard“, so Jesper noch vor „I Want What She's Got“, dazu die Talentfrage, doch während früher eher die liebenden Anfeuerungsbekundungen kamen, heißt es heute eher „come on Laust, Hose Scheiße“ – der gute Herr Sonne musste ja eh schon immer für derlei Späße herhalten. Stellt sich eigentlich nur die Frage, wenn D.A.D. die Spielchen nicht so lang ziehen würden, ob denn nicht mehr Platz für Musik wäre, immerhin sind heute gleich vier Songs dem Streich-Edding zum Opfer gefallen. Und doch: Unterhaltsamer Abend; keine Frage, souverän, wie die Dänen die Steilvorlage der Bay-Area-Thrasher ausgekontert haben.

Setlist:

Riskin' It All
Written In Water
Monster Philosophy
Girl Nation
Soulbender
A New Age Moving In
Riding With Sue
Everything Glows
Scare Yourself
I Want What She's Got
Bad Craziness
Sleeping My Day Away
----------------
Jihad

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