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Rock Hard Festival 2017

Hail fucking Satan!

Geschichtsunterricht durch Asphyx.

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Asphyx

Die Holländer sind hier im Pott immer herzlich willkommen, nicht umsonst ist das „Hallo“ schon bei wohl einem der besten Death-Metal-Intros überhaupt, „The Quest For Absurdity“, so enorm wie an diesem Nachmittag. Man darf wohl auch ohne Übertreibung erwähnen, dass mit Martin van Drunen nicht nur ein seit Dekaden agierendes Szeneoriginal dort oben wütet, sondern auch ein Metalhead, dem man die lustigen, aber auch kritischen Ansagen genauso abnimmt, wie sie gemeint sind. 

„So ein Scheiß gefällt euch“, entfleucht es ihm nach „Deathhammer“ – mit einem „mal sehen, wie es mit Century Media weitergeht“ (nachdem der Laden ja an Sony Music Entertainment verkauft wurde) garniert –, denn einmal mehr flippen die Fans ordentlich aus, schreien wie wild mit und lassen gerade im Refrain die Amphitheater-Betonstufen erzittern. Die Anwesenden sind voll auf den groovigen Doom Death eingestellt, unzählige kreisende Matten, zu „Death...The Brutal Way“ wird sogar ein erster Crowdsurfer-Rekord aufgestellt, was vielleicht auch zu den deutlich emotionalen Ansagen passen mag, beschwört Martin doch den Zusammenhalt der Szene und verweist auf das Unterbrechen beim Rock am Ring wegen Terrorgefahr. „Irgendwann mag auch dieses Metalfestival betroffen sein, doch für alle, die so etwas im Kopf haben, gibt es nur ,Death...The Brutal Way‘.

„Okay, ganz gut“, stapelt er zwischendurch nach „Wardroid“ tief, als hunderte Powerfäuste in den sonnigen Himmel stoßen, führt mit seiner „Motorboot“-Ansage vor „M.S. Bismarck“ auf eine komplett andere Fährte – „das ist, wenn eine Frau dicke Dinger hat und du so machst“ und imitiert Charlie Sheen-like das Nase zwischen den Brüsten austoben –, stellt sich allerdings als Andreas Wollersheim vor, was zu einem ausführlich wissenden Grinsen führt.

„Noch ein letztes Stück“, so Martin vor „Last One On Earth“, dazu ein abschließendes „eine Ehre, hier zu sein“, doch so viel Pathos ist gar nicht mehr nötig, die Death-Metal-Fans und auch darüber hinaus sind schon längst „hollandisiert“. Dazu passt auch der Spruch des Tages: „Saufen mit Weisheit“ – na denn Prost, Asphyx haben nichts liegen lassen und gewinnen auf allen Ebenen.

Setlist:

The Quest For Absurdity
Vermin       
Candiru
Division Brandenburg
Wardroid
Death... The Brutal Way
M.S. Bismarck
Deathhammer
Scorbutics
Der Landser
Forerunners Of The Apocalypse
The Rack
Last One On Earth

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