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Rock Hard Festival 2016

Trotz nicht immer optimalen Wetters laut Veranstalter die bisher erfolgreichste Ausgabe

Hart im Nehmen, so das Motto zum Pfingstwochenende, wo einmal mehr das Rock Hard Festival nach Gelsenkirchen ins Amphitheater geladen hatte und dem viele, sehr viele Fans auch gefolgt sind – am letzten Tag ist es sogar ausverkauft. Die RHF-Crew spricht gar vom bisher erfolgreichsten Festival. Schon komisch, denn nicht nur im Vorfeld, sondern auch auf dem Festivalgelände wird natürlich über das diesjährige Billing heiß diskutiert: Die sind scheiße, die sind total klasse, nee, die kann man sich nicht anhören, aber doch, die brauchen volle Unterstützung – die Bandbreite ist einmal mehr groß und Fansicht hat doch gerne eine rosarote Brille, bestes Beispiel sind wohl Cannibal Corpse, welche die einen als amtliche Zerstörungsorgie abfeiern, während die Amis von anderen als nichts anderes als eine Krachcombo ohne erkennbare Songstrukturen betrachtet werden.

Dabei ist doch dieses Jahr nicht alles rosig, um im Bilde zu bleiben, denn nachdem am Freitag die Sonne für einen ersten Sonnenbrand ein wenig mehr an Energie in die kosmischen Strahlen packt, so wird am Samstag der kühlend durchnässende Mantel des Regenergusses ausgebreitet und nicht wenige haben gleich schon am nächsten Tag mit schniefenden Nasen zu leben. Und während für den dritten Festivaltag alle Wettervorhersagen kläglich nicht eingehalten werden und man sich zwischen drittem Pulli und doch nur in Shirts herumrennen entscheiden muss, darf man am Ende doch der Wetterfee ein Dankeschön zukommen lassen, denn es hätte auch schlimmer kommen können – im Westen nichts Neues.

Das passt dann auch wieder insofern, weil einmal mehr mit reichlich martialischen Worten die Bandleistungen mehr oder auch weniger abgefeiert, diskreditiert oder auch einfach nur valiumverpackt werden: Voll der Abriss, die totale Zerstörung – Genuss hat doch vielerlei Facetten. Natürlich gibt es für jeden die berühmten Ausreißer nach oben und nach unten, die Geschmäcker sind zum Glück sehr unterschiedlich, was wir von The-Pit.de als gelungen bezeichnen, denn gerade die vielen musikalischen Geschmacksrichtungen sind es doch, die unser alle Szene letztendlich den belebenden Odem einhauchen. Prima, dass wir uns auch trefflichst redaktionsintern streiten dürfen.

Auch wenn das Fazit unterm Strich sehr positiv ist, ein paar kritische Worte dürfen an dieser Stelle nicht fehlen: Die Soundprobleme reißen nicht ab (und nein, das hatte nicht immer mit den windigen Wetterbedingungen zu tun...). Bei Satan sind gleich die ersten drei Songs soundtechnisch einfach schlecht, bei Nightingale wird fast beim kompletten ersten Song das Gesangsmikro schlichtweg nicht eingeschaltet... nur zwei Beispiele, aber eine ganze Latte an trüben Mischpultstorys könnte man nun aufzählen – da ist für das nächste Jahr endlich dringend Besserung angesagt.

Negativ fällt dieses Jahr auch an einigen Stellen der gereiztere Pegel auf; manchmal hatte man das Gefühl, dass es gleich zu einer Schlägerei kommt. Hier ein kleiner Tipp: Einfach mal die Fresse halten und zu Hause bleiben. Solche Leute brauchen weder die weiteren FestivalbesucherInnen noch die Organisatoren. Wo sind eigentlich die Zeiten geblieben, wo ein erhitztes Streitgespräch gleich im Anschluss mit einer Gerstenkaltschale gemeinsam abgeschlossen wurde?

Die positiven Eindrücke überwiegen aber eindeutig, was auch viel mit der eingesetzten Security-Crew zu tun hat. Die Damen und Herren von CCS haben nicht nur immer den Überblick, sondern auch das metallische Bewacherherz am rechten Fleck, ganz gleich ob bei den Einlasskontrollen oder im Fotograben – hier besonders schön die weitergegebene Geschichte der beiden surfenden ca. 10-jährigen Kids, die direkt im Anschluss ihrem hinterher segelnden Dad sicher übergeben werden. Das, und nichts anderes, ist wirklich ganz großes Kino.

Die Vorkehrungen für 2017 laufen auch schon, bestätigt werden von der Bühne mit D.A.D., Secrets Of The Moon und Candlemass die ersten drei Bands – genug Diskussionsstoff ist ergo schon einmal jetzt geliefert. Ist ja noch lange hin, aber kürzer als man denkt. So long, Shorty.

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