Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2015

Are you guys ready auf den Rängen?

Pentagram

Wie viele Bands es wohl gibt, die sich Pentagram nennen? Nun, laut metal-archives.com sind es lediglich vier, aber weiß der Deibel, wie viele da noch unter ferner liefen existieren. Fakt ist, die bekannteste Truppe dieses Namens kommt selbstredend aus den Vereinigten Staaten und spielt klassischen Doom ganz im Stile der übermächtigen Black Sabbath.

Natürlich ist das hier jetzt ein ganz anderer Schnack als das Death-Metal-Geknüppel von God Dethroned zuvor, doch auf einem Festival muss man (goldene Regel) eben ein bisschen flexibel sein und zur Abwechslung tun ein paar langsamere Klänge eigentlich ganz gut. Außerdem präsentiert sich die Band sehr tight und erneut kann auch der Sound maßgeblich überzeugen. Allein Matt Goldsboroughs Gitarre (natürlich eine Gibson SG, wie es sich für eine traditionelle Doom-Truppe gehört; wenn man dann noch Linkshänder ist, erinnert das umso mehr an Legende Tony Iommi) drückt mit wunderbar kratzigen Tönen und überrollender Wucht. Als letzter betritt Frontmann Bobby Liebling die Bühne und erzielt damit noch mehr Wirkung, als er es ohnehin schon getan hätte: Die rosa Hose und das in ebenfalls rosa, lila und weiß gehaltene Hemd sind schon ein Outfit für sich – viel geiler geht’s ja kaum noch.

Der Mann sieht ansonsten zwar aus wie ein Zombie und eher wie 200 als 61, was nach einem äußerst drogen- und alkohollastigen Leben auch kein Wunder ist, gesanglich kann er aber einigermaßen überzeugen. Von den Ansagen hingegen versteht man auch als jemand, der gut Englisch spricht, so gut wie kein Wort. Trotzdem kann man Liebling nicht absprechen, dass er Ausstrahlung auf der Bühne besitzt, wenngleich manche Geste wie das Packen an die Eier und ähnliches bei einem über 60-Jährigen etwas komisch wirkt.

„Sign Of The Wolf“ vom ’93er Album „Relentless“ bzw. dem selbstbetitelten Debüt von 1985, macht den Anfang, es folgt „Forever My Queen“ von „Review Your Choices“ aus dem Jahre 1999. Man konzentriert sich vornehmlich auf die Klassiker und kann da schließlich auch auf einen großen Fundus zurückgreifen – die zuletzt veröffentlichte Scheibe „Last Rites“ findet in der Setlist überhaupt keine Berücksichtigung; aber wie es insbesondere bei einem Festival eben so ist, kommt ein Best-of-Set bei den meisten Fans stets am besten an.

Beim finalen „Last Days Here“ lässt Goldsborough noch ein wirklich fettes Gitarrensolo vom Stapel und die Hey-Rufe des Publikums suggerieren Zufriedenheit. Klar, diese Truppe ist schon irgendwie schräg, aber sie haben stets ihr Ding durchgezogen, das muss man ihnen lassen, auch wenn sie nie den Erfolg von Sabbath und Konsorten einfuhren und in dieser Hinsicht immer nur die zweite Geige gespielt haben. Heute interessiert dies aber tatsächlich niemanden.

Setlist:

Sign Of The Wolf
Forever My Queen
The Ghoul
Review Your Choices
Starlady
Ask No More
When The Screams Come
All Your Sins
Dying World
Petrified/ Relentless
Be Forwarned
Last Days Here

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen