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Rock Hard Festival 2015

Are you guys ready auf den Rängen?

Spiders

Inzwischen ist es schon beinahe Tradition, dass das Rock Hard Festival jedes Jahr mindestens eine Band der – hier kommt wieder dieses schreckliche Wort – „Retrowelle“ im Billing hat. Nachdem im letzten Jahr die Blues Pills an gleicher Position begeistern und ziemlich absahnen konnten, hat man sich diesmal die Spiders geangelt – ebenfalls mit Sängerin ausgestattet und wie Air Raid zuvor auch aus dem schönen Schweden. Die Band tönt weitaus rotziger als beispielsweise eben Elin Larsson und Co., erreicht aber auch bei weitem nicht deren technisches und musikalisches Niveau. Hatte man in den letzten Jahren mit Blues Pills, Orchid oder Graveyard in Hinsicht auf Siebziger-beeinflusste Formationen nie etwas zu meckern, müssen bei den Spinnen doch ein bisschen Abstriche gemacht werden.

Die Songs sind schon okay; der flotte Straight-Forward-Opener „Hang Man“ fährt gut in die Glieder, das schweißtreibende „Control“ oder das mit hübschem Chorus-Effekt in der Gitarre versehene „Give Up The Fight“ machen an sich schon Spaß, einzig die Performance lässt irgendwie die nötige Leidenschaft vermissen. Sängerin Ann-Sofie Hoyles, zwischenzeitlich wie ihr Mann John ebenfalls mit Klampfe ausgestattet, wirkt ein wenig lustlos, was nicht zuletzt die Tatsache vermuten lässt, dass sie den Großteil des Gigs ein Kaugummi bearbeitet, sogar während sie singt. Außerdem gibt sie sich doch ziemlich schnell damit zufrieden, wenn nach der üblichen Frage, ob denn alle Spaß haben und am Start sind etc., gerade mal gefühlt zwei Hände nach oben gehen. Und einen Grund, die ganze Zeit so grimmig zu gucken, hat sie eigentlich auch nicht. Auch der schwarze Lippenstift bei dem sonnenbebrillten Bassisten wirkt ziemlich albern und deplatziert.

Ein Bonus immerhin ist, dass Ann-Sofie bei „Shake Electric“ Mundharmonika spielt. Sehr geil, soweit ich mich entsinne, dürfte es sich hier tatsächlich um eine Premiere beim Rock Hard Festival handeln – erschreckend eigentlich. Insgesamt jedoch eher ein durchwachsener Auftritt, weil einfach der Funke zwischen Band und Publikum nicht recht überspringen will. Zumindest die Fraktion auf den Rängen wirkt wenig begeistert.

Setlist:

Hang Man
High Society
Mad Dog
Control
Hard Times
Only Your Skin
Give Up The Fight
Rules Of The Game
Shake Electric
Fraction
War Of The World

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