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Rock Hard Festival 2015

Are you guys ready auf den Rängen?

Doro

Ganz sicher gehören Doro und ihre Mitstreiter zu den am meisten polarisierenden Bands an diesem Wochenende – es gibt Fans, die voll ausflippen und für die die altenWarlock-Gassenhauer das Nonplusultra der drei Tage darstellen, andere wiederum aber rümpfen mit verzogenem Gesicht die Nase und mögen noch nicht einmal mehr darüber diskutieren, ob die Düsseldorferin denn hier nun richtig im Billing ist oder nicht.

Ein bisschen trägt Doro aber auch selbst zum Spott bei, kann sich einfach nicht entscheiden, ihre Ansagen wahlweise auf deutsch oder englisch herauszuposaunen, wobei sie mit einem „are you guys ready auf den Rängen“ dann auch noch den Spruch des Jahres heraushaut und so ganz nebenbei immer wieder mit einer Mischung aller Sprachen glänzt – hallo Doro, du bist hier im Pott, da darf man dann auch trotz internationaler Fans gerne mal Tacheles in deutsch reden.

Schlecht für die Fotografen, dürfen sie doch für lediglich einen Song in den Graben, effektvoll aber für die Show an sich, so gestaltet sich der Abend, denn schon der Opener„Touch Of Evil“ wird mit einem Pyrokracher untermalt und selbstredend wird „Burning The Witches“ mit einigen Feuersäulen eingeheizt – kaum ein Metalhead, der hier nicht mitsingen kann, aber nicht unbedingt will. Der große Knackpunkt einer jeden Doro-Show sind allerdings immer wieder ihre Ansagen, doch da reißt sich die Grande Dame des Heavy Metal – ja schon gut, the one and only Metal Queen - ordentlich zusammen und lässt zum Glück diesen ganzen schmalzigen Herzschmerz-Ballast außen vor.

„Wow, hört sich gut an“, entfleucht es Doro, denn vor der Bühne findet eine lautstarke Party statt. Sie vergisst auch nicht vor „Metalracer“ den wohl größten Doro-Fan René Metalracer zu erwähnen, fragt vor „East Meets West“ kurz mal nach, ob die Leute noch mehr Spaß haben wollen und shoutet fernab jeder balladesker Tendenzen richtig schön aggressiv, sodass auch das folgende „Hellhound“ zu einem kleinen Doro-Highlight mutiert – und auch hier sorgen die Feuerfontänen für erweiterte hitzige Gemüter.

Doro lässt es sich nicht nehmen, fast jeden Song schnell zu kommentieren, von wann die Nummern denn alle sind, einen richtigen Kracher aber für „alle Die-Hard-Fans“ lässt die sehr gut aufspielende Truppe dann mit dem damals nicht veröffentlichten und erst auf dem „True As Steel“-Re-Release gelandeten „Evil“ heraus, nachdem sie mit der unsäglichen „Für immer“-Ballade“ durchaus ordentlichen Applaus einheimsen konnte.

Bezeichnend aber für den kompletten Abend ist leider, dass sie mit dem Priest-Cover „Breaking The Law“ - nun auch schon ein paar Jahre im Programm – die wohl besten Rückmeldungen des Abends bekommt. Mit dem unvermeidlichen Klassiker „All We Are“ beenden sie dann den regulären Part, die Fans werden in dem Refrain-Mitsingspielchen rechts – links eingebunden und fetter Applaus mit phonstarken Zugabe-Rufen unterstreicht dann den durchaus positiven Eindruck der Show. Zwei Verlängerungen haben Doro und Co. schließlich noch im Gepäck, wobei das „Hat voll Spaß gemacht! Euch auch?“ doch recht putzig den Abend lässt. Schade nur, dass sie den auf der Setlist noch vermerkten „Metal Tango“ doch nicht spielen, aber die Zeit ist einfach rum.

Setlist:

Touch Of Evil
I Rule The Ruins
Burning The Witches
Metalracer
East Meets West
Hellbound
True As Steel
Für immer
Evil
Revenge
Breaking The Law (Judas Priest-Cover)
All We Are
---------------------
Out Of Control
Earthshaker Rock

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