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Tiefe Verbeugungen Richtung Thin Lizzy: Dead Lord

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Dead Lord

Einen regelrechten Senkrechtstart legten die Schweden von Dead Lord hin: 2012 erst gegründet, folgte 2013 bereits das Debütalbum „Goodbye Repentance“, das viele Kritiker in den höchsten Tönen schwärmen ließ – „das Thin Lizzy-Album, das Lizzy nie aufgenommen haben“ und ähnliches war zu lesen, und tatsächlich klingt das Ganze ziemlich nach den legendären Iren um Phil Lynott, wenn auch sicherlich mit etwas metallischerer Schlagseite. Auch wenn man bei dem Bandnamen durchaus eine Doom-Metal-Combo vermuten könnte, wird hier also fast lupenreiner Classic Rock mit jeder Menge Twingitarren geboten. So etwas macht immer Spaß und wenn man so starke Songs wie den Smasher „No Prayers Can Help You Now“, das leicht AC/DC-mäßig groovende „Because Of Spite“ oder die Halbballade „No More Excuses“, die dank des Tempoanzuges gegen Ende sehr viel Dynamik besitzt und somit vielleicht das Highlight des Sets darstellt, am Start hat, kann man eh nicht viel falsch machen.

Obwohl die Band noch so jung ist, scheint es ihr an Selbstbewusstsein nicht zu mangeln: Schlagzeuger Adam Lindmark stellt Frontmann Hakim Krim als den „besten Drummer der Welt“ vor (wobei dieser Titel bekanntermaßen ja eigentlich Mikkey Dee gehört) und bei der Bandvorstellung wird auch Klampfenmann Olle Hedenström als „möglicherweise bester Gitarrist der Welt“ bezeichnet. Dies allerdings wolle er ihm nicht zugestehen, so Hakim, und ihm deshalb eine „schwere Zeit“ bereiten. Spricht’s und liefert sich anschließend – alles innerhalb des Songs „Onkalo“ – mit Hedenström ein Laune machendes Gitarrensoloduell, das die unbändige Spielfreude des Quartetts nur unterstreicht.

Auch die Aktion, als Hakim nach einem Gitarrensolo, das er vorne auf einem Podest am Rand der Bühne vorträgt, sein Plektrum auf die Glatze des vor ihm stehenden Security-Mannes legt, beweist, dass Dead Lord ordentlich Spaß in den Backen und richtig Bock auf den Auftritt haben. Insofern ist natürlich klar, dass die vollmundigen Ansagen mit Humor zu nehmen sind. Das Grinsen des Kollegen von der Security, als er merkt, dass ihm etwas auf den Kopf gelegt wurde, beweist übrigens außerdem einmal mehr die völlig entspannte Einstellung der Sicherheitsleute. 

Des Weiteren wagen die ersten Zuschauer, sich über die Masse hieven zu lassen und beim abschließenden „Hammer To The Heart“ wird der eingängige Chorus eifrig mitgeschmettert. Keine Frage, dass Dead Lord heute garantiert ein paar Fans mehr hinzugewonnen haben; diesen leidenschaftlichen, spielstarken Auftritt, bei dem mit „Ruins“ sogar noch ein Ausblick auf das kommende Album gegeben wird, dürften die meisten Anwesenden positiv im Gedächtnis behalten.

Setlist:

Hank
No Prayers Can Help You Now
Because Of Spite
Ruins
No More Excuses
Onkalo
Hammer To The Heart

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