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Rock Hard Festival 2014

Ausverkaufte Hitzeschlacht im Gelsenkirchener Amphitheather

Die Apokalyptischen Reiter sind wie immer auch ein bisschen verrückt

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Die Apokalyptischen Reiter

Rechtzeitig zur Festivalsaison hat das thüringische Quintett mit „Tief. Tiefer.“ ein neues Album am Start, doch eines wird einmal mehr auch im Gelsenkirchener Amphitheater deutlich: Die zu Klassikern gereiften Songs der Vorgängeralben werden ein Stückchen intensiver abgefeiert. Angst und bange kann man aber werden, wenn man schon beim Opener „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ einen Blick in den Moshpit wirft, denn ungeachtet der hohen Temperaturen schaufeln sich die Fans durch die Menge und zeigen sich ungehörig konditionsstark. Auf der Bühne geht derweil zu Beginn ein wenig der Durchblick verloren, tobt sich die Nebelmaschine wie ein Momument des Machtkampfes mehr als undurchsichtig aus und lässt Fuchs und Co. in der milchigen Suppe fast verschwinden.

Fuchs liefert einmal mehr auch stetig passende Ansagen, wobei „Der Adler“ schon fast prophezeiend auch einen ganzen Schwarm an Crowdsurfern auslöst. Die Fans springen wild durcheinander und können anschließend mit Glück „Ein leichtes Mädchen“ finden, den Glauben an telepathische Fähigkeiten überprüfen – das will Fuchs dann auch genau bei „Wo es dich gibt“ wissen – oder dem Seelenausgleich in „Friede sei mit dir“ frönen. Zuvor aber will der Frontmann noch wissen, ob denn alle Fans noch leben, auch die auf den Rängen, und initiiert dazu eine rechts startende La Ola.

Als mitsingbares Highlight entpuppt sich wie erwartet „Es wird schlimmer“ und vor allem das darauffolgende „Nach der Ebbe“. Die Fans klatschen fleißig mit, immer wieder tobt auch der Moshpit auf, Die Apokalyptischen Reiter bleiben in nautischen Gefilden und mit einem „Habt ihr noch Saft in euren Knochen?“ leitet Fuchs zu „Seemann“ über, wo ein eher „getanzter“ Moshpit zu erblicken ist. „Bewegt euch“, so Fuchs, um ja nicht den Strom an geladener Energie abreißen zu lassen, „so, letzter Song“. Die Fans protestieren, und mit einem „Nicht? Ihr müsst es ja wissen“ dröhnen auch schon die ersten „Adrenalin“-Takte aus den Boxen, Fuchs semmelt noch im Finale auf die extra bereit gestellte Trommel und schon sind sie verschwunden.

Lange können sie sich aber nicht der massiven Zugabe-Rufen erwehren und bieten gleich noch eine viermalige Verlängerung. „Geht’s euch gut? Wie gut?“, so Fuchs einmal mehr mit neckischem Unterton interagierend, das Quintett geht mit „Smell of Death“ über Leichenberge, bei „Reitermania“ liegt der Frontmann auch mal platt auf dem Boden, um kurz danach nicht nur die Fans zum Springen aufzufordern, sondern auch vorbildlich vorzutanzen. Den Spruch des Festivals liefert Fuchs dann kurz vor Schluss, als er mit einem „Wer ist noch nüchtern? Ach, so viele, dann muss das Konzert ja gut sein“ „Rausch“ einleitet.

Die Fans aber geben nicht Ruhe, neben dem fetten Applaus dröhnen erneut phonstarke „Zugabe“-Rufe durch das Rund und werden zum allerletzten Aufmarsch auch gehört: „Du kleiner Wicht“ wird abgefeiert ohne Ende und zeigt auf, dass die Fans die Reiter noch immer nicht loswerden wollen. Energie pur, die zu Recht mit reichlich Applaus bedacht wird.

Setlist:

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
Revolution
Wir
Der Adler
Ein leichtes Mädchen
Wo es dich gibt
Hört auf
Friede sei mit dir
Es wird schlimmer
Nach der Ebbe
Seemann
Was bleibt bin ich
Adrenalin
--------------------
The Smell Of Death
Reitermania
Die Welt ist tief
Rausch
---------------------
Du kleiner Wicht

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