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Rock Hard Festival 2014

Ausverkaufte Hitzeschlacht im Gelsenkirchener Amphitheather

Midnight nutzen ihre Spielzeit nicht aus

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Midnight

Manchmal muss nicht alles perfekt sein, nicht die die xte Triole im Vordergrund gniedeln, nein, manchmal reicht auch einfach eine rumpelige Show, bei der Kritiker ruhig unken mögen, dass sich alle Songs gleich anhören (Was? Wer sagt denn so was... DN). Die von Midnight gebotene Mischung aus Venom meets Motörhead jedenfalls sorgt für reichlich Interesse bei den Fans, die dicht gedrängt vor der Bühne zusammenkauern.

Dabei muss man bei den schwarzen Speedies aus Ohio auf so manche Überraschung gefasst sein, denn schon bei ihrem ersten Abstecher überhaupt in den Ruhrpott hatten sie mit einer mehr als chaotischen Show viele Fans überzeugen können, zudem kommt noch der vielen frisch im Gedächtnis haftende Auftritt beim Keep It True dazu. Gegenüber 2012 ist bis auf Bandkopf, Bassist und Frontmann in Union, Athenar, die komplette Truppe ausgetauscht, und vor allem Gitarrist Commander Vanik, der oben ohne klampfend über die Bühne pest, macht einen besonders agilen Eindruck und springt schon zum Intro für „Vomit Queens“ von einer der neben den Drums ausgestellten Boxen.

Die Fans sind schwer begeistert und ehren die US-Boys nicht nur mit zahlreichen Pommesgabeln, sondern ein ums andere Mal taucht auch ein Crowdsurfer in die fangbereiten Arme der Security ab. „Come on, Germany“ – das reicht schon, um die Anwesenden bei sengenden Temperaturen noch ein wenig mehr aus der Reserve zu locken; bei „Endless Slut“ zeigt Athenar gezielt auf ein paar vorn postierte Mädels und widmet ihnen den Song. Im nächsten Zug nimmt er dann sich selbst auf die Schippe, denn als er noch zwei Songs ankündigt und sich dann auf drei Tracks korrigieren muss, bezeichnet er sich selbst als dumm – die Fans aber dürften nichts gegen noch mehr Musik haben, powerfisten wie verrückt bei „Satanic Royalty“ und sind Zeugen beim absolut zerstörenden Finale „Unholy And Rotten“, wo Bass und Gitarre verfeuert und/ oder zerschrotet werden.

„Midnight“- und Zugabesprechchöre wechseln sich ab, das Ohio-Trio legt mit „Violence On Violence“ tatsächlich nach, unzählige Pommesgabeln konkurrieren mit den Powerfäusten und wiederholt sorgen Sprechchöre für fortgeschrittene Heiserkeit. Und auch wenn sich alles hier so positiv anhört, so bleibt bei der gebotenen Spielzeit ein deutlicher Makel übrig, denn von den möglichen 60 Minuten füllen sie nur eine Dreiviertelstunde. Ein bisschen mehr hätte da wahrlich nicht geschadet.

Setlist:

Vomit Queens
Evil Like A Knife
Lust Filth And Sleaze
All Hail Hell
White Hot Fire
I Am Violator
You Can’t Stop Steel
Endless Slut
Shock Til Blood
Satanic Royalty
Unholy And Rotten
-------------------------
Violence On Violence

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