Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2014

Ausverkaufte Hitzeschlacht im Gelsenkirchener Amphitheather

Keine großen Überraschungen, dennoch ein guter Auftritt: Decapitated

Zum Thema

Decapitated

Die stilistischen Diskrepanzen zwischen den heutigen Bands sind teilweise wirklich frappierend: Auf rumpeligen Black-Thrash folgt bluesiger Hard Rock und nun wiederum ist in Gestalt von Decapitated eine gute Portion Tech-Death-Metal angesagt – Scheuklappenträger sind hier also wahrlich fehl am Platz. Doch – auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen – auf einem Festival muss man schließlich flexibel sein.

Dennoch ist es nicht gerade leichte Kost, die das polnische Quartett serviert, sind die Songs doch gespickt mit zahlreichen Tempo- und Rhythmuswechseln. Allerdings performt die Instrumentalfraktion mit beeindruckender Tightness, was insbesondere bei Drummer Młody bemerkenswert ist, da dieser erst ganz frisch in diesem Jahr in die Band kam. Auf der Schlagzeugposition hatten die Osteuropäer ja 2007 einen schmerzlichen Verlust hinnehmen müssen, als ihr langjähriger Drummer Vitek (R.I.P.) bei einem schweren Busunglück ums Leben kam.

Dieses unschöne Wissen hält die Menge vor der Bühne jedoch nicht davon ab, die ersten amtlichen Mosh- und Circlepits des Tages zu starten, was bei den vertrackten Riffs (immer wieder mit schrägen, quirligen Gitarrensoli unterlegt), die in ordentlicher Lautstärke aus den Boxen donnern, nicht weiter verwunderlich ist. Sänger Rafał, der mit seinen Dreadlocks ein bisschen wie Chris Barnes aussieht, brüllt dazu alles in Grund und Boden, beschränkt sich bei den Ansagen dafür aber eher auf den üblichen Standard. Bei der Setlist ist man sehr auf das aktuelle Album „Carnival Is Forever“ (immerhin 9 Punkte bei The-Pit.de) fixiert, das mit gleich fünf Tracks gewürdigt wird.

Zwar bietet die Songauswahl wie bei den meisten Konzerten der Jungs in der letzten Zeit somit keine wahnsinnig großen Überraschungen, doch das scheint niemanden großartig zu stören. Jedenfalls ruft der geile Slow-Mo-Endpart des Klassikers „Spheres Of Madness“, mit dem der Gig wie die meisten Konzerte der Polen beendet wird, ein Meer an Pommesgabeln hervor. Letztlich haben Decapitated also offenkundig alles richtig gemacht; wenn man tatsächlich etwas kritisieren will, dann höchstens, dass sich das Intro zu sehr in die Länge gezogen hat und einige Parts vom Band tönen. Doch da die Jungs gut gefeiert werden, kann man über solche Kleinigkeiten großzügig hinwegsehen. 

Setlist:

Lying And Weak
404
Pest
Post Organic
A View From A Hole
Homo Sum
Carnival Is Forever
Spheres Of Madness

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen