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Rock Hard Festival 2014

Ausverkaufte Hitzeschlacht im Gelsenkirchener Amphitheather

Zodiac ernten als zweite Band bereits Zugaberufe

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Zodiac

Nach dem rumpeligen Auftritt von Nocturnal bekommt die Fangemeinde nun wesentlich filigraneres Futter spendiert: Zodiac stehen für Blues-getränkten Rock der alten Schule und ihre beiden bisherigen Alben „A Bit Of Devil“ und „A Hiding Place“ fuhren völlig zurecht euphorische Kritiken ein. Für die zweite Band ist es schon ganz ordentlich voll im Amphitheater geworden; neben der schlichtweg vorhandenen Qualität der Gruppe (die gerade live besonders zum Tragen kommt) liegt dies vielleicht auch daran, dass die Münsteraner den wohl kürzesten Anreiseweg von allen Bands in diesem Jahr haben und daher in der näheren Umgebung für eine Formation, die so früh im Billing ran muss, einen rechten hohen Bekanntheitsgrad besitzen.

„Downtown“, der amtlich rockende Opener der aktuellen Scheibe, macht den Anfang, und bringt die Meute gleich auf Betriebstemperatur – wobei sich das angesichts der ohnehin bereits sehr hohen Temperaturen fast ein wenig zynisch anhört. Das Quartett wird von der Tontechnik erfreulicherweise mit einem Bombensound ausgestattet, vor allem der Bass tönt schlicht fabelhaft. Auch „Free“ entstammt dem aktuellen Album, eine facettenreiche Nummer mit epischem Mittelpart, für das die Band erste „Zodiac“-Sprechchöre erntet. Natürlich zeigen sich Nick van Delft und Co. sehr erfreut darüber und kündigen an, dass es noch dieses Jahr eine neue Langrille geben soll – dies wäre dann die dritte im dritten Jahr hintereinander.

Neue Songs werden allerdings nicht vorgestellt, vielmehr liefert man als nächstes eine grandiose Coverversion von Neil Youngs „Cortez The Killer“ ab, bei der vor allem Frontmann van Delft mit gefühlvollen, superben Solopassagen glänzt. Nachdem er aufs Meet & Greet um 18 Uhr hingewiesen hat, zu dem jeder kommen soll, „der Bier trinken will“, werden in Form des wiederum etwas deftiger rockenden „Diamond Shoes“ und des Über-Epos „Coming Home“ (neben „Free“ eines der beiden Stücke, bei denen Bassist Ruben Claro auch die Orgel leiern lässt), das aus dem Set nicht mehr wegzudenken ist und mit ein paar zusätzlichen Jam-Einlagen versehen wird, bereits die beiden letzten Stücke dargeboten. Für eine kurzweilige und sehr tighte Vorstellung werden die sympathischen Jungs anschließend mit frenetischen Zugaberufen belohnt, die naturgemäß nicht erfüllt werden können – ganz klar schon jetzt eines der absoluten Highlights des Festivals.

Setlist:

Downtown
Free
Cortez The Killer (Neil-Young-Cover)
Diamond Shoes
Coming Home

 

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