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Rock Hard Festival 2014

Ausverkaufte Hitzeschlacht im Gelsenkirchener Amphitheather

"King of the third day" - Annihilator

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Annihilator

Schon letztes Jahr im Herbst wurde auf der Annihilator-Tour eines mehr als deutlich: Die kanadischen Mucker stehen für die Leichtigkeit des Thrash, für das verflixte Riffing im anderen Kosmos, für eine Lehrstunde an Spielfreude, perfekter Technik, ein Beispiel für Eleganz, Kraft und Virtuosität auf einem Tableau. Hatten Thrashbands dieses Jahr bisher hier vor Ort schon leichtes Spiel, so verwundert nicht, dass es bei den Ottawa-Kings nicht anders aussieht und die Fans sich schon während der Umbaupause einen Platz in den vordersten Reihen sichern.

Erwähnenswert allerdings ist zuerst, dass sich seit der Tour auch noch ein Wechsel am Bass vollzogen hat, denn Warmachine-Tieftöner Alberto Campuzano ist nicht mehr länger dabei. Eingesprungen zumindest für die ganzen Sommerdates ist Oscar Rangel (Mastery), der sich innerhalb kürzester Zeit das Set draufgeschafft hat und gar nicht schüchtern seinen Part richtig ordentlich abliefert.

Alle Augen aber heften sich an Oberklampfer Jeff Waters, der voller Spielfreude immer wieder wie mit einem Stachel im Allerwertesten quer über die Bühne fegt, zwischendurch selber einige Gesangsparts übernimmt, flitzfingerig über die Saiten huscht, mittendrin auch ein „Okay“-Zeichen für den Soundmann übrig hat und in Zukunft dafür verantwortlich sein sollte, dass so mancher Nachwuchsgitarrist mindestens doppelt so viel Zeit in seine Gitarrenkunst investiert.

Und als wäre das schon nicht beeindruckend genug, glänzt auch Dave Padden, der ja auch schon seit 2003 mit an Bord ist, mit gitarresker Brillianz, singt sich locker in die Herzen der Fans und sammelt Sympathiepunkte wie andere Bonusmeilen. „Danke Deutschland, ihr habt uns groß gemacht“, so Jeff voller Pathos schon früh vor „No Way Out“. Zu Beginn der Show steht das aktuelle Album „Feast“ voll im Vordergrund, die Fans sind auf Feierlaune gepolt; als Annihilator dann aber aus dem Fundus der Klassiker schöpfen, scheint es bei den Fans kein Halten mehr zu geben. Das deutete sich ja schon beim dem lautstark mit „kill“ unterlegten Rufen bei „King Of The Kill“ an und steigert sich orkanartig beim Titeltrack des ersten Albums „Alison Hell“, welcher Chuck und den Testament-Jungs gewidmet ist.  „Noch einmal, seid so laut ihr könnt“, so Jeff erfolgreich animierend, tausende Powerfäuste und klatschende Hände sorgen für hochemotionale Momente.

„Wir haben noch zwei Songs für euch, wir können ja noch zweimal ,Alison Hell‘ spielen“, so Jeff anstachelnd, und nicht wenige Fans wären wohl nicht abgeneigt, doch auch das anschließende „Brain Dance“ („Fun Palace“, „Phantasmagoria“ oder gar „W.T.Y.D.“ wären aber die bessere Wahl gewesen; Anm. d. Red.) wird abgefeiert. „Zugabe, Zugabe“, schallt es durch das Halbrund, nachdem die letzten „Human Insecticide“-Töne verklungen sind, aber Annihilator verabschieden sich unter fettem Applaus mit der Gewissheit, dass Besseres heute nicht mehr kommt oder kommen kann.

Setlist:

Smear Campaign
King Of The Kill
No Way Out
Deadlock
Set The World On Fire
Reduced To Ash
Alison Hell
Road To Ruin
No Zone
I Am In Command
Brain Dance
Human Insecticide

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