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Gehören eigentlich ins Abend- oder Nachtprogramm: Insomnium

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Insomnium

Ob man es nun glaubt oder nicht, aber Insomnium sind in diesem Jahr tatsächlich die einzige Band aus Finnland, was ja schon bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, dass gefühlt jeder zweite im Land der tausend Seen in einer Metalband spielt bzw. bei der geringen Einwohnerzahl und hohen Metalbanddichte spielen muss. Inzwischen knallt die Sonne regelrecht erbarmungslos herunter und es ist wieder deutlich leerer im Rund geworden. Angesichts des starken neuen Albums und der Tatsache, dass hier eine renommierte und gerade auch live sehr gute Band zockt, ein bisschen schade, aber die Leute lechzen nach Schatten. Dass die aktuelle Scheibe „Shadows Of The Dying Sun“ heißt, wirkt bei den Temperaturen übrigens schon sehr komisch. Musik wie die von Insomnium gehört eigentlich ins Abend- oder besser noch Nachtprogramm und nicht an den helllichten Tag, von einer guten Performance hält die Finnen dieser kleine Schönheitsfehler allerdings nicht ab.

Der Vierer hat den Fokus ganz klar auf die neue Platte gerichtet, von der nicht weniger als fünf Stücke dargeboten werden. Wie gewohnt sind die Jungs sehr aktiv auf der Bühne und wechseln die Positionen, außerdem präsentiert Bassist und Sänger Niilo Sevänen bei einigen Ansagen seine deutschen Sprachkenntnisse, die sich als durchaus respektabel entpuppen. Der Sound ist weiterhin erfreulich gut, da hat man gerade bei dieser Band mit ihren fast durchgängigen, sehr vordergründigen Gitarrenmelodien schon ganz anderes erleben müssen. Wie bereits bei Orphaned Land zuvor, kommen auch bei Insomnium sämtliche Keyboards vom Band, was den Kollegen Karl Gurke zu der Bemerkung hinreißt, dass die ja – genau wie Orphaned Land – einen unglaublich hässlichen Tastenmann haben müssten, wenn sie ihn nicht zeigen.

Der Auftritt selbst kann einem dadurch jedoch nicht vermiest werden, es ist stets aufs Neue herrlich, sich in den ausladenden, majestätischen, melancholischen Melodien zu suhlen und man stellt immer wieder fest, dass Insomnium vielleicht die finnischste aller finnischen Bands ist, spätestens bei den folkig angehauchten Parts jedenfalls würde auch jemandem, der die Truppe nicht kennt, klar werden, dass sie nur aus Finnland kommen kann.

Dass bei einem Stück kurz mal eine Gitarre ausfällt, kann die Jungs nicht aus dem Konzept bringen und wird schnell und souverän gemeistert. Nach einem gelungenen und kurzweiligen Gig, der definitiv mehr Anwesende verdient gehabt hätte, bleibt eigentlich nur die Frage offen, wieso sie – wenn sie denn schon so viel vom aktuellen Werk spielen – ausgerechnet den ziemlich geilen Titelsong ausgelassen haben. Ansonsten können die Daumen nur nach oben gehen.

Setlist:

The Primeval Dark
While We Sleep
Only One Who Waits
Down With The Sun
Revelation
Through The Shadows
Ephemeral
Unsung
The Promethean Song

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