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Rock Hard Festival 2014

Ausverkaufte Hitzeschlacht im Gelsenkirchener Amphitheather

Bei Obituary wird es richtig voll

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Obituary

Mit Obituary betritt nun eine absolute Death-Metal-Legende die Bretter, auf die ein Großteil des Publikums schon lange gewartet hat. Wen wundert’s, wo die Amis doch ein spezielles Klassiker-Set angekündigt hatten, und tatsächlich füllt sich das Amphitheater noch einmal derart, dass man meinen könnte, jetzt würde bereits der Headliner auf der Bühne stehen.

Schnell zeigt sich, dass die Band nichts von ihrer Power verloren hat: John Tardy brüllt immer noch alles in Grund und Boden (auch wenn er zwischendurch mal kleine Probleme zu haben scheint), sein Bruder Donald verdrischt das Drum-Set in bester Manier und die Gitarren knallen oberamtlichst. Die Todesmetallveteranen haben außerdem nicht zu viel versprochen: Es werden beinahe ausschließlich Songs der ersten drei Alben zum Besten gegeben, allein das Eröffnungs-Quartett stammt komplett vom „Slowly We Rot“-Debüt. Letztlich werden die ausgewählten Stücke der jeweiligen Platten in Blockform dargeboten, zwischendurch haben sie allerdings noch die neuen Stücke „Visions In My Head“ und „Violence“ in petto, die sie live austesten, denn, so John, man arbeite an einem neuen Album, das so bald wie möglich veröffentlicht werden soll (wird ja auch Zeit, gerade nach den Tumulten wegen ihrer Crowd-Funding-Aktion; Anm. d. Red.).

Diese machen sich im Set genauso gut wie die alten Klassiker – die Fans jedenfalls feiern ohnehin alles ab, was vorne auf der Bühne passiert. Unfassbar, was für eine Action im Moshpit abgeht, zwischendurch bilden sich sogar zwei auf einmal, und die Security hat mit den zahllosen Crowdsurfern ebenfalls alle Hände voll zu tun. Kaum nötig zu erwähnen, dass zwischendurch immer wieder „Obi! Obi!“-Sprechchöre aufbranden.

Für jemanden, der die Band kaum oder gar nicht kennt, mag es etwas befremdlich wirken, dass die Jungs die Songs fast ausschließlich aneinandergereiht und ohne großartige Pausen durch spielen, da es für den Neuling dadurch viel schwieriger ist, die Strukturen der einzelnen Stücke richtig zu erfassen. Auf der anderen Seite ist die Atmosphäre durch diese Vorgehensweise noch mal eine ganze Ecke intensiver, da man so eigentlich permanent am Bangen respektive Moshen ist.

Wenig überraschend wird dieser im wahrsten Sinne des Wortes schweißtreibende Gig ganz traditionell mit „Slowly We Rot“ beendet, nachdem man zuvor mit „Inked In Blood“ noch einen weiteren neuen Song vorgestellt hat. Nach dieser fetten Knüppelorgie sollte man meinen, dass Sacred Reich das nicht mehr toppen können, doch wie sich kurze Zeit später zeigen wird, legen die Fans in puncto Action noch mal eine Schippe drauf.

Setlist:

Stinkupuss
Intoxicated
Blood Soaked
Immortal Visions
Infected
Visions In My Head
Violence
Chopped In Half
Turned Inside Out
Back To One
The End Complete
Inked In Blood
I’m In Pain
Slowly We Rot

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