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Rock Hard Festival 2014

Ausverkaufte Hitzeschlacht im Gelsenkirchener Amphitheather

Pretty Maids: Würdig gealtert und noch immer unschlagbar gut

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Pretty Maids

Nach den eher introvertierten Sólstafir liegt es nur an dem dänischen Kraftpaket Pretty Maids, wieder mehr rockigen Schwung und eine gehörige gesteigerte Portion gute Laune ins Amphitheater zu transferieren. Dutzende an Klassikern haben sie mittlerweile im Gepäck, und auch das erst im März veröffentlichte Quasi-Neualbum wird heute mit „Nuclear Boomerang“ gewürdigt. Deutlich aber ist zu verspüren, dass der würdig gealterte Sunnyboy und Frontmann Ronnie Atkins und seine Mitstreiter durchaus wissen, dass man bei Festivals keine reine Albumpromotour fährt, sondern besser ein Best-Of aller Schaffensphasen, trotz begrenzter Spielzeit, im Angebot hat.

Das Gelsenkirchener Halbrund ist prächtig gefüllt und spiegelt so auch die sehr gut besuchte Tour vom letzten September wider, der Gute-Laune-Faktor schraubt sich wieder nach oben und die Fans fressen Ronnie förmlich aus den Händen. „Come on“, so der Sänger, und schon klatscht die Hälfte der Anwesenden zu „I.N.V.U.“, welches schon mit ein bisschen Pink Floyd extra für die Fans eingeleitet wird, mit. Das reicht dem dänischen Quartett aber nicht, auch die auf den Rängen in der Sonne brutzelnden ZuschauerInnen werden erfolgreich eingebunden, egal, ob sie nun mitklatschen oder von sich hören lassen sollen.

„Wir sind so froh, wieder zurück in Deutschland zu sein“, so Ronnie einschmeichelnd, die Band bedankt sich mit der pfeffrigen „Red, Hot And Heavy“-Version, dem Titeltrack des 1984er Debüt, auch das anschließende „I See Ghosts“ macht deutlich, wie sehr sich sogar neuzeitliche Tracks perfekt in den Fundus der Klassiker einreihen können. Die Fans sind begeistert, sogar ein paar Crowdsurfer sind hier unterwegs, wobei man durchaus feststellen kann, dass hier doch eher Headbangen und Luftgitarre angesagt sind.

Ganz großes Metalkino ist dann „Yellow Rain“, denn nicht nur hunderte Kehlen begleiten mit phonstarken Whoohoo-Gesängen das dänische Dynamit, sondern noch mehr Fans reihen sich ins Mitklatschen ein – auch hier schwingt sich ein einsamer Crowdsurfer in die fangbereiten Sec-Arme. Ronnie hatte extra für diesen Song Hilfe eingefordert, viel Motivation brauchen die Fans allerdings nicht, werden mit einem „geht das nicht lauter“ nochmals angestachelt, wodurch das Songfinale zu einem wahrlichen Gänsehautmoment keimt.

Emotionen pur werden dann beim Rausschmeißer „Future World“ freigesetzt, ein freudiges Aufstöhnen auf den Rängen, die Powerfaust in mehreren hundert Dutzend direkt vor der Bühne; wobei auch hier die Fans mit einem „Ich kann euch nicht hören“ weiter angestachelt werden, dazu die erneute Chance, kräftig mitzusingen – da geht doch das „Danke, habt noch einen schönen Tag“ glatt im fetten Jubel unter. Pretty Maids haben gerockt und sicherlich so manchen quer sitzenden Furz wegen des Gemeckers solch altbackener Mucke sausen lassen.

Setlist:

Mother Of All Lies
Nuclear Boomerang
Red, Hot And Heavy
I.N.V.U.
I See Ghosts
Yellow Rain
Rodeo
Little Drops Of Heaven
Intro Back To Back
Back To Back
Intro Future World
Future World
Outro Sit On My Face

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