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Rock Hard Festival 2014

Ausverkaufte Hitzeschlacht im Gelsenkirchener Amphitheather

Bei Screamer herrscht gute Stimmung trotz eines durchwachsenen Gigs

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Screamer

Weiter geht es mit der nächsten Band aus Schweden: Screamer haben zwar erst kürzlich ihren Sänger und Bassisten Christoffer Svensson verloren, sind aber trotzdem angereist, denn mit dem laut metal-archives.com erst 20-jährigen Oskar Andersson alias Burning Fire (auch als Gitarrist und Sänger bei Night aktiv) hat man für die vakanten Positionen kurzfristig Ersatz gefunden. Gemessen daran und der Tatsache, dass Andersson noch sehr jung ist, macht er seine Sache ordentlich, dennoch müssen bei dem Auftritt insgesamt leider Abstriche gemacht werden.

Das fängt schon beim Sound an: Wurde man in dieser Hinsicht bisher wirklich sehr verwöhnt, gibt es bei den Schreiern erstmals Schwierigkeiten. Eine der beiden Gitarren ist permanent zu leise – und wenn man sie mal hört, klingt das nicht immer ganz sauber (das kann jetzt jeder so interpretieren, wie er will). Auch ist das Zusammenspiel nicht immer perfekt und es treten vereinzelte, leichte Timingschwankungen auf. Allerdings weisen die Jungs auch darauf hin, dass sie bisher kaum die Möglichkeit hatten, mit dem Ersatzmann ausgiebig zu proben und dies wird vom Publikum entsprechend honoriert. Fairerweise muss ferner hinzugefügt werden, dass die kleinen Probleme und Unsicherheiten keine Auswirkung auf die Stimmung haben, welche weiterhin – mit Sicherheit auch bedingt durch das nach wie vor traumhafte Wetter – sehr gut ist.

Songs wie das mit hymnenhaftem Chorus versehene „Keep On Walking“, die ein Meer aus Powerfäusten hervorrufende Midtempo-Nummer „No Sleep ’Til Hamilton“ oder der finale Uptempo-Kracher „Screamer“ kommen bestens an, doch eine Band, die sich traditionellem Heavy Metal der alten Schule verschrieben hat, kann beim Rock Hard Festival an sich nicht allzu viel verkehrt machen. Wer Pommesgabel und Faust in die Höhe reckt, crowdsurft oder einfach nur ekstatisch die Rübe auf- und abwippen lässt, wird es jedenfalls wenig interessieren, dass die Leistung als solche noch ausbaufähig ist. Man muss der Formation in neuer Besetzung vielleicht einfach ein bisschen Zeit geben, dann wird das schon. Nüchtern betrachtet ein durchwachsenes Konzert, aber unter den gegebenen Umständen respektabel, dass Screamer wenigstens überhaupt angetanzt sind.   

Setlist:

Can You Hear Me
Phoenix
Adrenaline Distractions
Slavegrinder
Keep On Walking
No Sleep ’Til Hamilton
Demon Rider
Rock Bottom
Screamer

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