Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Disbelief

Was nun folgt, kann man getrost als Glanzstunde des deutschen Doom-Death-Thrash bezeichnen, auch wenn Disbelief nie ihren Status als Vizemeister loswurden und wohl auch nie loswerden. Sicherlich liegt das auch an der wechselvollen Personalgeschichte, denn Frontbrüller Jagger ist nun schon seit geraumer Zeit das einzige Original-Gründungsmitglied, und der letzte Wechsel an der Schießbude – Corny Althammer übernahm die Sticks von Kai Bergerin – sowie an der Gitarre (Witali Weber wurde durch Wolfgang Rothbauer ausgetauscht) datiert ja noch aus dem Jahre 2010. Zu den Live-Shows klinkt sich dann noch Gitarrist Alexander Hagenauer ein und sorgt mit der erweiterten Gitarrenpower für zusätzlichen Druck.

Druck ist ein gutes Stichwort, denn Disbelief gehören live zu den Königen der Dampfwalzen, der Sound brezelt mit Macht aus den Boxen und zermalmt die aufkommende sommerliche Stimmung zu Staub (angeblich soll der Sound zum Showbeginn mau gewesen sein, doch im Fotograben war er immer mau, was also somit nicht näher beleuchtet werden kann). Aber allein schon Jaggers derb fieses Geshoute geht richtig durch Mark und Bein und potenziert die Gänsepelle um den Faktor 10.

Götz weist schon in seiner Einleitung darauf hin, dass es nun intensiv wird, was natürlich bei den Fans ankommt und spätestens durch Jaggers Nachfrage „Seid ihr gut drauf?“ vor „Sick“ mit lautem Jubel quittiert wird. Es erübrigt sich schon fast zu erwähnen, dass natürlich ein wogendes Mattenmeer tobt - das nur noch durch zahlreiche Luftgitarren unterbrochen wird -, welches im Prinzip nur noch durch die phonstarken „Disbelief-Sprechchöre getoppt und mit „Misery“ belohnt wird.

Der kleine „Hate/ Aggression“-Fauxpas – der Track funzt erst beim dritten Anspielen – geht in der groovenden Hölle unter; diabolisch-infernalisch mit einem gehörigen Tritt in die Eier beenden Disbelief ihre Teil der Tagesordnung und blicken auf eine Wand aus hochgereckten Fäusten, die sich unheilvoll zu „Room 309“ vor der Bühne aufbaut. Problemlos sorgen Disbelief dafür, dass sich gleich ein paar mehr Fans auf den Rängen befinden.

Setlist:

A Place To Hide
Sick
Rewind It All (Death Or Glory)
The Last Force: Attack!
Misery
Hate/Aggression Schedule
Navigator
Room 309 (Kraftprinzip)

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna