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Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

In Solitude

Nachdem Dreamshade so richtig modern vorgelegt haben, kommen die Schweden In Solitude viel old schooliger, schon fast altbacken rüber. Schon früh versammeln sich die Fans vor der Bühne, denn so ganz unbekannt ist die Truppe ja nun auch nicht mehr, zudem haben sie erst vor einem Monat ihr neues Spitzenwerk „The World. The Flesh. The Devil“ abgeliefert.

Was allerdings für den meisten Zuspruch sorgt ist der Umstand, dass In Solitude ganz gerne als die Reinkarnation Mercyful Fates gehandelt werden – wenn sich schon das Original  nicht in Gelsenkirchen blicken lässt (lassen kann), dann doch bitte eine authentische Truppe mit demselben Flair, haben sich wohl die Macher gedacht.

Die Fans werden allerdings erst auf eine harte Probe gestellt, denn ein vielleicht vierminütiges Intro ist dann doch arg übertrieben, bevor dann die Jungs dann endlich die Bühne entern. Darüber hinaus scheint Frontmann Hornper mit einem fetten Pfund „Fuck You“-Attitüde ausgestattet zu sein, was nicht nur die GG-Allin- Schriftzüge (der bei seinen Performances sein Publikum nicht nur schockierte, sondern auch attackierte) auf seiner Jacke beweisen.
Nun, so weit kommt es im Amphirund natürlich nicht, doch eben genannter Hornper versteckt sich gerne hinter seinem Mirkofonständer, ist gesanglich gerade an der Grenze zum Heulen und legt ganz sicher nicht seinen besten Auftritt ab – schon möglich, dass der Gute sich nicht mehr ganz unvernebelt dem Publikum stellt. Ansagen beschränkt er eh aufs Notwendigste, derweil ist er eher mehr damit beschäftigt, sein Mikrofon wieder einzusammeln.

Vielleicht ist es aber auch der Respekt vor der großen Bühne, denn In Solitude gehören definitiv eher in einen kleinen Club mit schmaler Beleuchtung. So nutzt das Quintett die Bühne nicht aus, lediglich Bassist Gottfrid Åhman sorgt für Bewegung, muss sich aber hüten, seinen Weg nicht dem Sänger zu kreuzen. Die beiden Gitarreros Niklas Lindström und Henrik Palm stehen eher wie angewurzelt, headbangen fröhlich vor sich hin und werfen die ein oder andere Pose ein.

Die Reaktion des Publikums kann aber kaum unterschiedlicher sein – denn das steht wie eine eins hinter den Schweden und feiert mit reichlich Pommesgabeln den Opener „We Were Never Here“, und bei „To Her Darkness“ macht sich sogar (unpassenderweise, es gibt auch Mucke, die dafür nicht geeignet ist) einer auf einen Kopfritt auf. „Witches' Sabbath“ wird dabei wie die anderen Songs auch ordentlich abgefeiert, und so können sich dann doch Fans und Band über eine geglückte Show freuen.

Setlist:

Intro
We Were Never Here
Faceless Mistress
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To Her Darkness
Witches' Sabbath

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