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Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Samstag, 11. Juni

Dreamshade

Als erste Band des zweiten Tages müssen heute Dreamshade ran, die zwar aus der Schweiz kommen, aber ganz offensichtlich gerne schwedischen Death Metal gehört haben. So ein bisschen In Flames, At The Gates und Dark Tranquillity schimmern immer mal wieder durch, der Mikroschwinger erinnert allerdings von der Stimme eher an einen Hard- oder Metalcore-Shouter. Vermischt mit proggiger Vertracktheit, ergibt dies eine interessante Mischung – das, was die Jungs da fabrizieren, hat ohne Zweifel Format und ist handwerklich auf einem ganz hohen Niveau, zumal keiner in der Band viel älter als 20 erscheint; da kommen Erinnerungen an die ebenfalls blutjungen Tracedawn auf, die 2009 auftraten, damals als Sonntags-Opener. Die Annahme bezüglich des zarten Alters wird noch unterstrichen, als Sänger Iko in der Mitte des Sets erklärt, dass man heute ohne Keyboarder spielen muss, weil dieser momentan mit „school examen“ beschäftigt sei – wie süß!

Auf jeden Fall aber gut, dass der Frontmann diese Erklärung abgegeben hat, denn so mancher, der vorher nicht wusste, dass diese Combo normalerweise zu sechst agiert, dürfte schon skeptisch eine Augenbraue in die Höhe gezogen haben und sich sagen, dass da doch etwas zu viel vom Band kommt. So jedoch bleibt nur zu sagen: Cool, dass ihr überhaupt auflauft! Entsprechend wird „Revive In Me“ anschließend dem zu Hause büffelnden Tastendrücker gewidmet.

Es ist wahrlich mehr als achtbar, wie sich die Schweizer Bubis aus der Affäre ziehen. Sicherlich mögen Ansagen wie „Let me hear you scream“ ausgelutscht sein bis zum Geht-nicht-mehr, aber es ist auch immer etwas undankbar, als erste Band des Tages auftreten zu müssen, wo noch nicht allzu viel Publikum da ist – und das, was da ist, hat zu einem Großteil mit einem amtlichen Kater zu kämpfen. Zumindest verspricht das Wetter heute etwas besser als gestern zu werden, die Sonne scheint, und aus den paar Bangern, die sich vorne eingefunden haben, werden schnell mehr, und sogar ein Moshpit entsteht im Laufe des fortdauernden Konzerts – ein Umstand, der Iko sehr gefällt, weswegen er die Fans gleich mal für alle Bands des Festivals schreien lässt. Der Kerl ist ein ganz schönes Energiebündel und sicherlich dürfte seine Power nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass sich Dreamshade in einigen wohlverdienten Sprechchören suhlen dürfen. Als er die Leute beim letzten Stück „Wide Awake“ dazu auffordert, näher zu kommen und zu springen, fressen sie ihm aus der Hand und hüpfen alsbald tatsächlich im Takt auf und ab. Für eine so junge Band, die als erste Gruppe des Tages an den Start geht, ist das eine klasse Bilanz; wenn die Eidgenossen es jetzt noch gebacken kriegen, noch etwas mehr Songs mit Widerhaken-Melodien zu komponieren, steht einer erfolgreichen Laufbahn wohl nichts mehr im Wege.

Setlist:

The Driver
Miles Away
Eternal
As Serenity Falls
Degeneration
Revive
What Silence Hides
Wide Awake

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