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Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Triptykon

Schon im Vorfeld des Festivals diskutierten nicht wenige Fans, ob es denn 2011 wirklich wahr wird, dass Tom Gabrial Warrior und seine Mitstreiter, nun unter dem Banner Triptykon, auch wirklich anwesend seien. Und wie! Schon der Opener „Crucifixus“ beschwört die ersten apokalyptischen Visionen herauf; gemein, böse, gefüllt mit absoluter Verderbtheit.

Triptykon ziehen ihr Ding durch, heben den Stressfaktor gleich um mehrere Potenzen – Triptykon scheiden die Geister, denn nicht wenige finden die Musik einfach zu negativ. „Procreation (Of The Wicked)“ wird brutal schleppend herausgehauen, das Böse erfasst die Fans und lässt sie im wahnsinnigen Taumel, die Gitarren tief in den Keller gestimmt, alle positive Energie auslöschend – die CD-Version hört sich da noch geradezu fröhlich an.

Kaum ist „Circle Of The Tyrants“ verklungen, da tosen auch schon die „Warrior“-Sprechchöre los, und richtig cool meint der Meister himself: „Hat ein bisschen gedauert, und deswegen ist der nächste Song euch allen gewidmet“ – destruktiver wurde „Babylon Fell“ unter Garantie noch nie gespielt. Die Fans zerreißen sich im Moshpit, als wenn sie ein Blutopfer darbringen möchten, und bei „Abyss Within My Soul“ nähern sich vereinzelte Crowdsurfer der vorn liegenden Opferstätte.

Triptykon bieten aber auch etwas für das Auge – eine ausgefeilte Lightshow unterstreicht den infernalischen Charakter, und nicht wenige Fans heften ihren Blick an das umgedrehte Stirnkreuz der Bassistin Vanja, die zusammen mit ihrem Gegenüber V. Santura fast wie angewachsen auf der Stelle headbangt und mit hypnotischer Magie in den Wahnsinn treibt.

Das alles ist allerdings nur das Vorspiel zu dem sich auftuenden Höllenschlund, denn die Schweizer kredenzen gleich drei Hellhammer-Songs – „die nächsten drei Songs haben wir noch nie live gespielt, ich habe sie 1984 geschrieben“ – die Fans sind förmlich aus dem Häuschen und pendeln zwischen glückseligem Adrenalinschub und verderbter Entrücktheit hin und her.

„Triptykon verbeugt sich vor euch“; das hören die Anwesenden natürlich gerne, und in kaltem Schwarzweiß folgt noch das traumatisierende „The Prolonging/ Winter“ in einer unfassbar schleppenden, schleichenden und alles zerstörenden Version – Triptykon haben die Musik für den Weltuntergang geschaffen.

Setlist:

Crucifixus
Procreation (Of The Wicked)
Goetia
Circle Of The Tyrants
Babylon Fell
Abyss Within My Soul
Third Of The Storms (Evoked Damnation)
Messiah
Triumph Of Death
Synagoga Satanae
The Prolonging
Winter

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