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Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Vicious Rumors

Natürlich haben Vicious Rumors schon bessere Zeiten erlebt, aber die sympathische Truppe aus Kalifornien befindet sich wieder auf dem Genesungsweg. Fannah und ein bisschen verrückt hatten sie sich zwei Tage zuvor noch mit einer Unplugged-Show in der Dortmunder Burg in die Herzen der anwesenden Fans gespielt und Schlagzeuger Larry Howe kreierte einen ganz neuen Zweig des Metalkosmos: den Spoonmetal.

Selber Schuld, denn in Gelsenkirchen versammeln sich nun einige mit Löffeln bewaffnete Fans in der ersten Reihe, und als Larry sich hinter sein Arbeitgerät setzt, erschallt ihm schon ein „Spoooonmetal“ entgegen, sodass der Gute lachend über seinem Schlagzeug liegt. Und irgendwie scheint es eh ein ganz persönliches Konzert zu werden, trotz der vollen Ränge mit einer Unzahl an schwingenden Pommesgabeln. Denn der Pathosfaktor ist hoch: „Priest gehen, die Scorpions gehen, aber wir werden euch immer mit offenen Armen empfangen“ kommt Mastermind Geoff daher, um kurz darauf noch einen drauf zu setzen: „Wir bedanken uns bei den Rock-Hard-Leuten und den Fans, die den Metal am Leben erhalten, weil sie es im Blut haben“.

Das hören die Fans natürlich besonders gerne, zumal Vicious Rumors ihre Umbaupause dermaßen abkürzen, dass sie sogar fünf Minuten eher auf die Bühne können, um einen Song mehr zu spielen – jaja, so zieht man die Metalheads ins eigene Boot. Aber auch musikalisch ziehen die Jungs volle Kanne alle Register amerikanischen Power Metals: Gibt es einen besseren Opener als „Digital Dictator“? Haben VR einen massenkompatibleren Song als „Abandoned“ geschrieben, der perfekten Headbanger- und Luftgitarrenhymne?
Die Fans sind förmlich aus dem Häuschen, denn neben dem üblichen Pommesgabelgeschwinge und den kreischenden Luftgitarren toben sie sich einmal mehr in den Kreiseln des Moshpits aus und veredeln Perlen wie „Out Of The Shadows“ oder „Don’t Wait For Me“. Und auch die Band lässt es ordentlich krachen; glänzte sie schon letztes Jahr bei ihren Abstechern beim Metal City Festival XI und auch dem Metalshock Festival 2010, so legt sie in Gelsenkirchen nochmals ein bisschen mehr auf ihre Edelstahl-Schüppe. Frontmann Brian Allen, der allein schon durch seine Frisur ein wenig irre wirkt, lässt sich sogar zum Crowdsurfen hinreißen und als er dann von seinem „Don’t Wait For Me“-Trip doch noch auf die Bühne zurückfindet, folgt die Bestrafung auf dem Fuß, denn Geoff und Kiyoshi zerhacken ihn mit ihren Äxten.
Vicious Rumors gehören definitiv zu den Highlights des RHF-Wochenendes – da wird das Swordbrothers Festival X glatt zum Pflichttermin.

Setlist:

Digital Dictator
Minute To Kill
Murderball
Razorback Blade
Dust To Dust
Out Of The Shadows
Abandoned
Worlds and Machines
Lady Took A Chance
Hellraiser
War – Soldiers Of The Night
Don’t Wait For Me

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