Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Enforcer

Die schwedischen Heavy-Speed-Metaller Enforcer bereichern nun auch schon einige Jahre die metallische Szene. Letzten Herbst machten sie noch im Vorprogramm von Airbourne als Quintett auf sich aufmerksam, doch Gitarrist Adam Zaars quittierte im März seinen Dienst – folglich mussten die Energiebündel nun als Quartett weitermachen. Dass sie auch in dieser Vierer-Formation überzeugen können, zeigen sie einmal mehr eindrucksvoll, und eine erste Kostprobe auf deutschem Festivalboden war ja Ende April das Keep It True.

Mit dem Judas-Priest-Intro „Diamonds And Rust“ haben die Vier natürlich schon die ersten Fans auf ihrer Seite, und kaum sind die letzte Takte gespielt, da stürmen sie wie Hundert-Meter-Sprinter auf die Bühne und geben mit „Roll The Dice“ gleich einmal Vollgas. Anders können die Jungs auch gar nicht, denn wer sie zum ersten Male sieht, stößt auf eine enorm fitte Truppe, die im wahrsten Sinne des Wortes jeden Quadratmillimeter der Bühne beackert. Bassist Tobias rockt in bester Young-Manier über die Bühnenbretter, während Gitarrist Joseph wie von der Tarantel gestochen auf der Bühne richtig Meter macht und seine Gage wohl in Kilometergeld ausgehandelt hat. Und auch Fronter sowie Gitarrist Olof nutzt die Instrumentalpassagen, um seinen Schweiß auch wirklich überall hin zu verspritzen; manchmal allerdings auf Kosten der pünktlichen Rückkehr an sein Vokalarbeitsgerät.

Gegenüber dem KIT-Gig ist die Setlist um gleich zwei Tracks gekürzt, und trotzdem stehen die HOA- und KIT-Besucher auch beim Rock Hard Festival in den ersten Reihen und feiern ihre Band lautstark mit. Diese lässt sich dann auch nicht lange bitten und knallt den Fans einen Hit nach dem anderen vor den Latz, und selbst die technischen Probleme, die bei Joseph zu „Mistress From Hell“ aufkommen, sind schnell behoben und sorgen so für keine unangenehme Pause.

Pausen scheinen für Enforcer auch nur eine geringe Priorität zu haben, denn die wenigen Ansagen beschränken sich auf lapidare „Hey, seid ihr noch da?“ oder „Viel Spaß noch“ und sorgen so für nur kurze Erholungspausen. Davon brauchen aber die Fans ein paar, denn kleine Moshpits zu „High Roller“ in der prallen Mittagssonne zollen ihre Kräfte zehrenden Tribut. Da sind die „Ihr habt es drauf“-Mitklatschparts zu „Sream Of The Savage“ eine willkommene Abwechslung.

Nicht alle Fans können der Enforcer-Truppe die gleiche Gunst entgegenbringen, denn kritische Stimme tummeln eher etwas von wenig abwechslungsreichen Songs usw. – nun denn, nicht jedem erschließt sich die Formel zur guten Musik.

Setlist:

Intro Diamonds And Rust (Judas Priest)
Roll The Dice
Mistress From Hell
On The Loose
Katana
High Roller
Diamonds
Scream Of The Savage
Take Me To Hell

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna