Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Sonntag, 12. Juni

Vanderbuyst

Der Opener des dritten Tages dürfte die eigentliche aktuelle Sensation sein. Mit nur einem, dafür aber bärenstarken, selbstbetitelten Album kommen die Niederländer daher und stellen die wohl aktuell süßeste Hard-Rock-Verführung des Nachbarlandes dar. Schon auf der Mai-Tour im Vorprogramm der britischen Legende Saxon konnten Barry, Willem und Jochen die Fans auf ihre Seite ziehen und so den Metaller-Test bestehen.

Nicht anders sieht es auch auf dem Festivalgelände aus. 12 Uhr Mittags, High Noon, dritter Tag, und trotz durchzechter Nächte stehen schon wieder mehr als tausend Fans im Amphitheater, um sich Vanderbuyst anzusehen und -zuhören. Schnell zeigt sich, wie sehr ein Trio auch solch eine große Bühne rocken kann (wie schon letztes Jahr durch Raven eindrucksvoll unter Beweis gestellt). Während Bassist Jochen durch seinen Job als Sänger zwangsläufig damit beschäftigt ist, hinter seinem Mikrofon zu stehen, füllt der extrem agile Gitarrist Willem die Lücken rechts und links des Frontmanns umso mehr aus – der dünne Hering steppt wie ein Irrer kreuz und quer und zeigt dermaßen viel Energie, dass fast alle anderen Bands des Festival wie Stehgeiger wirkten.

Furztrocken, die Lehrstunden im Posing, immer links auf der Überholspur – genau so fesseln die Drei ihr Publikum, und selbst bisher völlig Unbedarfte lassen sich von den hart rockenden Nummern vorwärts treiben. Die Pausen sind knapp bemessen, „To Last Forever“ und „December“ werden erst einmal komplett durchgezockt – staunende Mäuler allerorten. Und als wenn das Dauerposing noch nicht genug ist, kommen da doch tatsächlich zwei Damen im besten Siebziger/Achtziger-Outfit auf die Bühne und liefern ab „Devil’s Pie“ ein paar tänzerische Moves ab und bringen sich nebenbei auch als Backgroundsängerinnen ein.

Unfreiwillig komisch kommt dann allerdings, dass die Beiden jenseits der Volljährigkeit auch bei „Traci Lords“ – „Sweet sixteen, queen of the scene“ sprengt da doch ein wenig den Rahmen – mitsingen; auch die Choreo benötigt noch ein paar Verfeinerungen. Bei „Stealing Your Thunder“ geben die Beiden nochmals alles und tanzen sich in einen Rausch, Willem legt noch ein paar Posingeinheiten mehr ein, und schon steht das Trio unter lautem Applaus wieder allein auf der Bühne und semmelt „From Pillar To Post“ in die Menge – schnörkellos mit einem kurzen Dankeschön für den Support – so verabschieden sich sie sich und haben sicherlich eine Menge Fans mehr gewonnen.

Setlist:

To Last Forever
December
Filthy Love
Tiger
Devil’s Pie
Traci Lords
Stealing Your Thunder
From Pillar To Post

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna