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Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Amorphis

Der anschließende Gig von Amorphis wird – zumindest anfangs – fast eine Art Exklusiv-Ereignis. Nachdem bei Morgoth die Massenflucht einsetzte, bloß weil die Leute ein bisschen Regen nicht vertragen können, sieht es bei dem finnischen Sextett auf einmal beinahe leer aus im Amphitheater. Der Vorteil: Man hat mehr Platz, und warum soll man nicht auch mit einer Musspritze (sächsisch für Regenschirm) über dem Kopf ordentlich bangen? Oder man ist noch truer, scheißt drauf, dass es schifft und bangt durchnässt im platternden Regen, so wie einige in der Mitte der Arena es tun. Solche Art Support braucht eine Band doch gerade dann, wenn unerwarteterweise so verhältnismäßig wenig Zuschauer anwesend sind, und solche Art Support beweist doch die Loyalität der Fans zu ihrer Band. Allen, die nicht da waren, sei gesagt, dass sie wahrlich etwas verpasst haben, denn bei Amorphis stimmt von der ersten Sekunde an alles: Sound, Performance, Songauswahl – es gibt keinen einzigen Kritikpunkt anzumerken, auch wenn es durchaus einen gewissen Banausen in der Redaktion geben soll, der die Darbietung „langweilig“ findet. Unfassbar angesichts dieser herrlichen Melodien, welche sich die Finnen Album für Album immer wieder aus dem Ärmel schütteln.

„The Beginning Of Times“, die neue Scheibe, ist erst zwei Wochen zuvor erschienen, weswegen Amorphis nun die Gelegenheit nutzen wollen, eine Reihe Songs daraus vorzustellen – wahrscheinlich hatten auch sie damit gerechnet, dass ein paar mehr Interessenten anwesend wären. Aber Holopainen, Joutsen und Co. ist dies völlig schnuppe, wie erwähnt legen sie so oder so einen traumhaften Auftritt hin, bei dem ganze fünf Tracks vom neuen Werk gezockt werden. Besonders hervorzuheben ist hier sicherlich „Crack In A Stone“, bei dem einige wirklich nicht leicht anmutende, schnelle Wechsel zwischen Clean-Gesang und Growls zu vollziehen sind, das aber gerade aufgrund dieser Dramatik prädestiniert ist für Live-Gelegenheiten. Doch auch das mit einem simplen, aber extrem effektiven Mainriff ausgestattete „My Enemy“ macht sich sogleich prächtig in der Setlist, genauso wie das fett groovende „Three Words“.

Ansonsten gibt es zwar das gewohnte Best-of-Programm mit einer Mischung aus Songs von allen Alben der Joutsen-Ära (immer wieder ein Highlight: „The Smoke“; längst zwei Highlights: „Silver Bride“ und „From The Heaven Of My Heart“), mit „Against Windows“ und „The Castaway“ jedoch immerhin zwei Ausflüge in die Vergangenheit, so dass insgesamt wohl jeder zufrieden sein kann. Als letzten Song kündigt Frauenschwarm Tomi Joutsen, der die Dreads mal wieder kräftig kreisen lässt, „House Of Sleep“ an – dieses Stück darf natürlich niemals fehlen und sorgt für das letzte ekstatische Bangen, bevor die Umbaupause für den Headliner beginnt. Inzwischen ist es wieder deutlich voller geworden; der Regen hat aufgehört (sogar ein dünner Regenbogen ist am Himmel erkennbar) und außerdem will und darf man sich Iced Earth auf einem ihrer letzten Konzerte mit Matt Barlow nicht entgehen lassen.

Setlist:

Battle For Light
My Enemy
The Smoke
Sky Is Mine
You I Need
Towards And Against
From The Heaven Of my Heart
Three Words
Silver Bride
Against Windows
Crack In A Stone
The Castaway
House Of Sleep

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